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Celle Stadt Häftlinge sollen wissen, dass Celler an sie denken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Häftlinge sollen wissen, dass Celler an sie denken
16:16 11.12.2016
"Schreiben für die Freiheit" (von links): Heidi Weisenfeldt, Gisela Richter, Bärbel Friebe und Ulrich Sperber. Quelle: Alex Sorokin
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Seit dreieinhalb Jahren sitzt er in Haft, weil er die gewaltsame Auflösung eines Protestcamps in Kairo dokumentierte. Dass er wie die elf anderen Opfer von Unrechtsregimen, die Amnesty International für den weltweiten Briefmarathon am Tag der Menschenrechte ausgewählt hat, seiner Menschenrechte beraubt wurde, ist angesichts von Folter, die er in der Haft erlitt, und des Todesurteils, das ihm droht, nur eine Randnotiz. Peter Kuhlmann ist einer der 108 Besucher, die sich im Celler Weltladen einfinden, sich von den Mitgliedern der ai-Gruppe die Fälle vorstellen lassen und die an Präsidenten oder Staatsanwälte gerichteten Briefe mit der Aufforderung zur Freilassung unterzeichnen.

„Der Wiedererkennungswert ergibt sich über das Foto“, erläutert Sperber. Das Bild Shawkans zeigt einen jungen Mann mit breitem Lachen unter schwarzen Locken. Auf die Frage, weshalb er sich an der Aktion beteilige, antwortet Kuhlmann: „Ich möchte den Inhaftierten das Gefühl geben, dass sie nicht allein sind. Sie sollen wissen, dass jemand an sie denkt.“

Von Anke Schlicht