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Celle Stadt Haesler-Anhänger wollen Altstädter Schule nutzen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Haesler-Anhänger wollen Altstädter Schule nutzen
17:40 26.02.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

„Sich jetzt Gedanken über eine Nachnutzung zu machen, wäre ein fatales Zeichen für die Altstädter Schule. Schließlich befindet sich dort die Grundschule und auch die Hauptschule wird noch ein paar Jahre bestehen.“ Das sagt Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD), nachdem der Landkreis mitgeteilt hatte, den Hauptschulzweig der Altstädter Schule schließen zu wollen.

Ein paar Meter über den Flur des Neuen Rathauses hat 1. Stadträtin Susanne Schmitt ihr Büro. Sie hat die Mitteilung des Landkreises mit Interesse verfolgt, freilich nicht als 1. Stadträtin, wie sie sagt, sondern als Vorsitzende der Haesler-Stiftung. Und als solche meint Schmitt: „Wir müssen uns darüber Gedanken machen, was mit dem Gebäude passiert.“

Die Altstädter Schule gilt als Paradebeispiel für die Architektur des Celler Architekten Otto Haesler. Durch die vorgeschlagene Schließung der Hauptschule – ab kommendem Schuljahr sollen die Jahrgänge „auslaufen – böte sich die Gelegenheit, „den ursprünglichen Zustand des Gebäudes wiederherzustellen“, so Schmitt. „Der Bau hat architektonisch eine hohe Qualität, könnte den Rang eines Denkmals von nationaler Bedeutung erhalten“, ist sie überzeugt. Dafür bedarf es aber einer Sanierung. Dafür will sie Drittmittel einwerben.

Nach Schmitts Vorstellungen könnte man die freien Räume der Schule als Haesler-Museum oder Doku-Zentrum nutzen. Zudem ist die Immobilie durch die zentrale Lage geradezu prädestiniert, um dort den geplanten Studiengang „Geothermie“ unterzubringen. Die Grundschule würde vor Ort bleiben.

Rückendeckung bekommt Schmitt auch durch die Otto-Haesler-Initiative. „Ein erfolgreicher Rückbau der Altstädter Schule, einer internationalen Ikone der Moderne, würde einem leicht matt gewordenen Stein im architektonischen Mosaik der Residenzstadt wieder zu neuem Glanz verhelfen“, so der Vorstand der „Initiative“.