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Celle Stadt Haesler: Politik stimmt für Förderantrag
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Haesler: Politik stimmt für Förderantrag
13:15 20.05.2015
Von Gunther Meinrenken
Die Stadt ist zuversichtlich, für die denkmalgerechte Sanierung der Altstädter Schule Fördergelder in Millionenhöhe einwerben zu können. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

Die kritischen Töne und auch Bedenken waren nicht zu überhören, dennoch hat sich die Politik gestern auf einer Sondersitzung des Bauausschusses einstimmig dafür ausgesprochen, für die Sanierung der Altstädter Schule Fördermittel in Millionenhöhe einzuwerben. Die Zeit drängt. Heute ist Bewerbungsschluss, die Stadt wird den Antrag also im heutigen Tagesverlauf per E-Mail nach Berlin schicken.

Stadtbaurat Ulrich Kinder hatte eingangs um die Zustimmung geworben. Er betonte die einmalige Chance, mit den Fördergeldern eine denkmalgerechte Sanierung der Altstädter Schule, ein herausragendes Beispiel des Neuen Bauens, bis zum Bauhausjubiläum 2019 bewerkstelligen zu können. Alleine könnte die Stadt die geschätzten Kosten von 6,8 Millionen Euro nicht stemmen. Über das Bundesprogramm "nationale Projekte" ließen sich zwei Drittel der Kosten durch Zuschüsse finanzieren.

Kinder ist sogar zuversichtlich, dass Celle in den Genuss einer Sonderregelung kommen könnte, wonach Kommunen in Haushaltsnotlage bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert bekommen. Darunter fällt Celle zwar noch nicht, doch wurde der Etat nur mit der Auflage eines Haushaltssicherungskonzepts bewilligt und die Landesregierung werde dies der Stadt bescheinigen.

Die meisten Ausschussmitglieder stellten die zwar schwierige Finanzlage der Stadt heraus, bei der eine Gegenfinanzierung des Eigenanteils sehr schwerfallen dürfte, letztlich stimmten sie aber für den Antrag auf Fördermittel. Die Gelegenheit, so das Fazit, sei einfach zu günstig. "Das Gebäude ist baufällig. Wenn nicht bald etwas passiert, ist es zu spät", so SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Rentsch. Selbst die selbsternannten "Sparfüchse" von den Unabhängigen wollten sich der günstigen Förderkulisse nicht verschließen.

Die stärksten Bedenken äußerte FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Falkenhagen. Man könne nicht Zuschüsse für Klassenfahrten reduzieren und gleichzeitig so viel Geld für die Altstädter Schule in die Hand nehmen. Andererseits sei das Baudenkmal Altstädter Schule in Gefahr. "Was wird verschoben oder muss dafür dran glauben? Das muss deutlich auf den Tisch kommen", forderte Falkenhagen, der sich als einziger der Stimme enthielt. Stadtbaurat Kinder argumentierte mit der optimistischen Variante. "Wenn wir 90 Prozent Förderung erhalten, müssen wir nur 680.000 Euro aufbringen, und das gestreckt auf die Jahre 2016 bis 2018." Gunther Meinrenken