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Celle Stadt „Halten Heimatgedanken fest“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Halten Heimatgedanken fest“
17:19 02.03.2012
Beim monatlichen Schlesiertreffen in der Lˆnsklause gab es bei Kaffee und Kuchen viel zu erz‰hlen. Quelle: Andre Batistic
Celle Stadt

„Wir halten den Heimatgedanken aufrecht“, sagt der 85 Jahre alte Hubert Pawletta, Organisator der Treffen. Einmal im Monat in geselliger Runde über Gott und die Welt plaudern, darum geht es den Senioren. Allerdings bleibt ein Thema oft außen vor: „Wir sprechen nicht oft über die Vertreibung.“ Die schönen Erinnerungen an die frühere Heimat sollen im Vordergrund stehen. Angeregt unterhalten sich die Senioren über ihre Erlebnisse als Jugendliche in Schlesien, und über die gute alte Zeit.

Von 1948 bis 2004 gab es auch einen Verein, die „Landsmannschaft Schlesien – Ortsgruppe Celle“, deren Vorsitzender Pawletta über 23 Jahre war. Der Verein unternahm Fahrten an verschiedene Orte in Deutschland. Mit der Zeit wurde die Gruppe aber immer kleiner und löste sich 2004 auf. Als Überbleibsel dieser Zeit blieb der Schlesiertreff als Kommunikationsplattform.

Diese Plattform half Irma Wehowsky, um mit einen alten Schulfreund aus Oberschlesien wieder in Kontakt zu kommen. „Es ist immer schön, wenn wir uns wiedersehen“, freut sie sich die 85-Jährige, ihre Erinnerungen an die Heimat gemeinsam mit der Gruppe zu teilen.

Die familiäre Atmosphäre unter den Schlesiern beflügelte das Programm nach Kaffee und Kuchen: Die 87-jährige Edith Pohl trug das Gedicht „Es muss doch Frühling werden“ auswendig vor. Für grölendes Gelächter sorgte ein von Peter Frei und Rosi Lenz vorgespielter Sketch. Den Abschluss machte Karl-Heinz Zindler mit seiner Mundharmonika. Er intonierte das melancholische Heimatlied „Mein Schlesierland“. Alle sangen mit. „Wo der Hochwald stolz sein Haupt mit des Waldes Grün umlaubt (…): Da bist du, mein Schlesierland“. Mit dem Herzen sind die Celler Schlesier noch heute dort.

Von Andre Batistic