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Celle Stadt „Handgemachte“ Hausmannskost in Celler CD-Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Handgemachte“ Hausmannskost in Celler CD-Kaserne
07:45 09.02.2015
Hingucker: Glaskunstobjekte erfalten erst bei Gegenlicht im Fester ihre farbige Strahlkraft. Quelle: Doris Hennies
Celle Stadt

Seniorin Martha Hofmann hat ihre Freundin zu einem Besuch der Messe überredet. „Man kommt ja sonst nicht so vor die Tür.“ Besonders die fein gearbeiteten Blütenkelche aus Ton haben es ihr angetan. „Sowas hätte ich früher selbst einmal versucht, aber jetzt machen meine Finger da nicht mehr mit“. Nach ausgiebiger Prüfung entscheidet sie sich für drei Glockenblumen für ihren nächsten Osterstrauß.

Beutel, Täschchen und Taschen – von praktisch bis skurril – sind gleich an mehreren Ständen zu finden. Von romantischen Rosenmustern mit Spitze über sachlich-moderne Formen aus Leder bis hin zu kuriosen Unikaten aus Fellresten und Hirschapplikationen, die in jedem Fall eine selbstbewusste Trägerin erfordern, ist für jeden Geschmack etwas zu finden.

„Do it yourself“ ist seit einigen Jahren ganz aktuell. Da greifen vor allem Frauen zur Stricknadel oder Nähmaschine und zaubern alltäglich Nutzbares oder kunstvoll Dekoratives von eigener Hand und machen schließlich aus ihrem Hobby ein Geschäft. Viele solcher liebevoll gearbeiteten Stücke sind auf der Kunsthandwerkermesse zu erwerben. Auch das Thema Schmuck hat seinen Platz – zwischen attraktivem Modeschmuck und feineren Goldschmiedearbeiten finden sich passende Geschenke für Geburtstag oder Valentinstag.

Kulinarisch lockt der Stand mit Räucherspezialitäten Besucher an, die mit dem ganzen „Dekokram“ weniger am Hut haben. Auch ein kleiner Schluck Likör oder Selbstgebrannter hilft die Wartezeit zu überstehen, bis die Holde sich zufriedenstellen umgesehen hat. Und dann gibt es noch den Stand mit unterschiedlichsten Senfkreationen. Alles in allem ist die Kunsthandwerksmesse eine Quelle mancher Inspiration, etwas spektakulär Neues ist allerdings nicht zu entdecken – in den meisten Fällen findet man „handgemachte“ Hausmannskost.

Von Doris Hennies