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Celle Stadt Handwerkskunst aus alten Zeiten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Handwerkskunst aus alten Zeiten
12:54 23.09.2018
Die Besenbinder aus Wolthausen demonstrierten beim Tag des Handwerks ihre Fertigkeiten. Quelle: Anke Schlicht
Celle

Dengeln, dreschen, klöppeln, Muckefuck – beim Tag des Alten Handwerks gibt es nicht nur Utensilien und Techniken zu sehen, die aus unserem Alltag längst verschwunden sind – man begegnet am Samstag auf dem Landgestüt auch Begriffen von anno dazumal. Stundenlang könnte man verweilen vor den Ständen und zuschauen, wie gesponnen, gewaschen, gehämmert oder geklöppelt wird. „Ich wusste noch nicht mal, dass es sowas gibt“, sagt Teenager Mira Will, während sie die Logik des Klöppelns entschlüsselt. Überall gibt es die Möglichkeit des Mitmachens. Mira und ihre Mutter Ingeborg nutzen das Angebot: „Ich finde das faszinierend, gerade für Kinder und Jugendliche, weil sie sehen, wie altes Handwerk funktioniert“, zeigt sich Ingeborg Will begeistert.

Wolfgang Heldt ist 70 Jahre alt und hat das, was für Mira völlig neu ist, zum Teil noch hautnah erlebt. „Der Muckefuck wurde mit aufs Feld genommen. Brause oder Wasser in Flaschen gab es im Haushalt nicht. Wir hatten noch eine Wasserpumpe auf dem Hof“, erzählt das Mitglied des Fördervereins der Ortswehr Schillerslage, während er eine schöne alte Kaffeemühle dreht. Er und seine Kolleginnen demonstrieren die Herstellung des Kaffeeersatzes.

In ihrem Ausstellungsbereich stimmt wie bei den Besenbindern, Zimmerleuten, den Waschfrauen und allen anderen einfach alles. Ein alter Kohleherd gehört wie Emaille-Schalen, Leinenhandtücher und natürlich Porzellankannen zur Ausstattung. „Dass das Einfache auch funktioniert. Die Menschen waren früher auch nicht doof“, möchte Wolfgang Heldt zeigen. „Aber für mich sind das auch Erinnerungen. Altes muss bewahrt werden“, betont der Aussteller. Eine Aussage, die im Zusammenhang mit dem schon traditionellen „Tag des Alten Handwerks“ häufig zu hören ist.

Klaus Berger ist Mitglied des Vereins der Freunde und Mitarbeiter des Landgestüts Celle und damit einer der Veranstalter: „Wir wollen die Leute aufs Gestüt locken. Deshalb nehmen wir auch keinen Eintritt. Wenn sie auf der anderen Seite des Zaunes stehen, ist das nicht gut. Sie sollen mittendrin sein, merken, dass das Landgestüt auch für sie etwas bietet“, nennt er das Hauptmotiv für das Event. Angesichts der hohen Besucherzahl, die sich am Vormittag und frühen Nachmittag über das Gelände bewegt, ist dieser Plan aufgegangen. (ahs)

Von Anke Schlicht

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