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Celle Stadt Harmonie am Allerstrand
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Harmonie am Allerstrand
17:43 25.05.2018
Von Michael Ende
Quelle: Michael Ende
Celle Stadt

Kernstück der neuen Planung ist der Festplatz – ein städtebaulicher Kompromiss, um den Stadt und Schützen lange gerungen haben. Die anfänglich geplante Verlegung des Platzes an den Westrand der Allerinsel ist vom Tisch. Die Schützen rücken beim Volksfest sogar noch näher an die Altstadt heran. Und beim Kolkausfischen stechen sie künftig vom schicken "Allerstrand" aus in See.

Der Festplatz im östlichen Eingangsbereich der Insel werde neu geordnet und leicht nach Osten verschoben, erläutert Stadtbaurat Ulrich Kinder: "Der Bereich umfasst etwa 20.000 Quadratmeter und hat weiterhin direkten Anschluss an die Theo-Wilkens-Halle. Die Platzierung der Freifläche an dieser Stelle ermöglicht eine kompakte, urbane Siedlungsentwicklung im Zentrum der Allerinsel." Der Platz stelle sich zukünftig als großräumige Freifläche dar und biete Raum zum Parken sowie für verschiedene Nutzungen und Veranstaltungen. Der Schützenplatz stehe außerhalb von Veranstaltungstagen mit 700 Stellplätzen als frei zugänglicher Parkplatz für Besucher der Altstadt zur Verfügung.

Wohn-Mix geplant: Auch das prägnante Silogebäude der Barilla GmbH bleibe bestehen, sagt Kinder: "Seine Nutzung soll mittel- bis langfristig jedoch verlagert und das Gebäude einer Nachnutzung zugeführt werden. Angedacht ist eine ergänzende Wohn- oder Hotelnutzung." Zwischen Hafenstraße und Aller solle auf Teilen des bisherigen Festplatzes ein familienorientiertes Wohnquartier entstehen, das sich in Richtung Allernordarm und "Allerauen-Park" ausrichte: "Das Wohnangebot umfasst einen Mix an verschiedenen Gebäude- und Wohntypologien." Die Gebäude würden über kurze Stichwege von der Hafenstraße erschlossen, so dass sich eine Bebauung in Blockform mit "nachbarschaftsfreundlichen", innen liegenden Gärten ausbilde: "Denkbar sind sowohl Eigentums- und Mietwohnungen als auch gefördertes Wohnen in verschiedenen Größen."

Zwei Anläufe nötig: Eigentlich sollten an den Ufern des Hafenbeckens schon längst die ersten neuen Häuser stehen, doch nachdem die Firmen Barilla und Conmetall gravierende Mängel an der Bebauungsplanung moniert hatten, musste die Stadt Anfang 2017 die Notbremse ziehen und ihre Planung für die Wohnbebauung nacharbeiten, um Konflikte mit den Gewerbebetrieben zu vermeiden. Erst im zweiten Planungs-Anlauf wurde berücksichtigt, dass Conmetall und Barilla auch Lärm produzieren. Nun stuft man das Areal nicht mehr als „Wohngebiet“ oder „Mischgebiet“, sondern als „urbanes Gebiet“ ein. Dort ist Krach kein Problem – zumindest planungstechnisch.

Kuh vom Eis: Noch erobern Wildkräuter und Pioniergehölze die Bauplätze, zu denen schon eine Baustraße führt, die von der Stadt im vergangenen Jahr feierlich eingeweiht wurde. In die Höhe wachsen würden die winzigen Birken und Kiefern allerdings nicht, sagt Kinder. Die Verwaltung befinde sich in Gesprächen mit den Betrieben, die Einwände gegen die Ursprungsplanung gehabt hätten: "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein einvernehmliches Ergebnis präsentieren können." Am 14. Juni solle der städtische Bauausschuss den Satzungsbeschluss für den ersten Abschnitt der Wohnbau-Planung verabschieden.

Wann wird gebaut? Das hänge nach erfolgtem Satzungsbeschluss von den Investoren ab, sagt Kinder. "Gebaut werden kann, wenn die Bauanträge vorliegen und von uns beschieden sind. Wir werden uns bemühen, das möglichst zügig abzuarbeiten", kündigt der Stadtbaurat an. Von Kränen, die sich zu einem ganz bestimmten Termin über der Insel drehen, will er lieber nicht sprechen. Mit Terminen kann man schief liegen. Doch sich etwas vorstellen, das kann Kinder: "Ich könnte mit vorstellen, dass wir noch in diesem Jahr erste Bauarbeiten auf der Allerinsel erleben werden."

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