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Celle Stadt Harte Männer, große Ekel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Harte Männer, große Ekel
16:24 03.02.2010
die Intendantin Dr. Bettina Wilts stellt den neuen Spielplan für die Spielzeit 2010/2011 vor Quelle: Peter Müller
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Bald ist es soweit: am 26. Juni werden die Intendantin Bettina Wilts und die Mitarbeiter des Celler Schlosstheaters mit einem großen Umzugsfest in Richtung CD-Kasernengelände aufbrechen und in der Residenzhalle Einzug halten. Kommende Inszenierungen werden dort in der Tradition bleiben. Man setzt weiter auf Klassiker, Gegenwartsstücke, Komödien und Revuen.

Los geht’s am 24. September mit „Den Nibelungen“ von Moritz Rinke, der den Mittelalter-Stoff 2002 für die Nibelungenfestspiele in Worms neu bearbeitet hat. Er setzt auf feinen Humor, eine höchst gegenwärtige Sprache und Zeichenwelt. Bei der Celler Inszenierung kommt es zur ersten Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Kalle Kubik und dem Künstler Frank Schult. Der Maler und Grafiker, der schon andere Inszenierungen mitgestaltet hat, wird die Ausstattung für „Die Nibelungen“ entwerfen.

Es folgt eine zweiwöchige Wiederaufnahme des Erfolgsstücks „Ladies Night“ (Premiere: 27. Oktober), inszeniert von Thomas Blubacher. Auf vielfachen Wunsch dürfen „Die wilden Stiere“ in der Residenzhalle nochmals Hüfte schwingend die Hüllen fallen lassen.

Mit den „Troerinnen“ nach Euripides wird André Bastian einen weiteren Klassiker inszenieren (Premiere: 19. November). Zentrale Themen: Würde und Selbstbehauptung.

Abermals steht eine Uraufführung auf dem Spielplan. Kubik wird mit Ulrich Jokiel die Revue „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ auf die Bühne bringen (Premiere: 17. Dezember). Kinder können sich freuen auf „Arielle“. Um den Winterfrust zu vergessen, verspricht auch in der neuen Spielzeit „Ein Herz und eine Seele“ von Wolfgang Menge (Premiere: 21. Januar 2011) mit Ekel-Alfred in zwei Folgen, Unterhaltung im Residenztheater.

Mit dem „Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe“ folgt ein weiterer Klassiker unter der Regie von Bettina Rehm (Premiere: 18. Februar 2011). Das Thema Menschlichkeit ist Kern der Inszenierung „Der Mann ohne Vergangenheit“ von Thomas Blubacher (Premiere: 18. März) nach dem gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki.

Das Stück „Frost/Nixon“ von Peter Morgen, das dabei sei, die Theater zu erobern, feiert am 15. April 2011 Premiere, inszeniert von Jan Bodinus. Mit „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams holt Wilts ein Stück auf die Bühne (Premiere: 20. Mai 2011), das hier seit 50 Jahren nicht aufgeführt wurde. Ein würdiger Ersatz für Marlon Brando sei gefunden, scherzte Wilts.

Schließlich wird am 17. Juni 2011 für zwei Wochen die grandiose Revue „Kauf dir einen bunten Luftballon“ (Kubik/Jokiel) wiederaufgenommen.

Für den Malersaal, die „Kleine Residenzhalle“ – nach einem Namen wird gesucht – sind sieben Premieren und eine Wiederaufnahme angedacht. Sie werden gesondert vorgestellt.

Was die Abonnentenplätze in der neuen Spielstätte angeht, werden Einzelheiten noch bekannt gegeben. Wilts: „Es wird alles leichter sein. Die Plätze sind durchnummeriert von 1 bis 312, unabhängig von den drei Bestuhlungsvarianten Arena, Catwalk oder Guckkasten.“ Auch mehr Sicht- und Beinfreiheit könne man erwarten.

Neu im Ensemble ist Christina Rohde.

Von Aneka Schult