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Celle Stadt Harte Rocker haben in Celle nicht nur für Musik ein Herz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Harte Rocker haben in Celle nicht nur für Musik ein Herz
22:26 04.05.2015
Die Veteranen "Entrails Out!" überzeugten mit Grindcore und deutschen Texten aus dem Ruhrpott. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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NEUENHÄUSEN. Das war die Celler Alternativ-Veranstaltung, für alle, die einen „Tanz in dem Mai“ ganz anders angehen wollten. Getanzt wurde beim diesjährigen Celle Rock City (CRC) „Wrecking Ball“ auch – dafür blieb die Sache mit der „Abrissbirne“ metaphorisch. Voller „hinreißender“ Power waren stattdessen Rock und Metal der vier Bands, die bis nach Mitternacht die CD-Kaserne zum Beben brachten.

Auf der Bühne standen: "Stonehead" aus Dresden mit ihrem Stoner Rock, die Veteranen "Entrails Out!" mit Grindcore und deutschen Texten aus dem Ruhrpott, "Bullseye" aus Sarstedt mit einer ordentlichen Portion Hardcore – und zum Abschluss aus Hamburg der Death Metal Fünfer "Buried in Black".

Der Kern von CRC, das sind Lukas Katzmann, Lutz Gudehus und Phillip Bischof. Seit zehn Jahren sorgen sie dafür, dass „ihre“ Musik und Heavymetal- und Hardrock-Bands ihren Platz im Veranstaltungskalender der Residenzstadt haben. „Wir wollten damals was für die Szene tun, mit der wir uns – auch heute noch – verbunden fühlen. Also haben wir Auftritte und Locations organisiert, haben Musiker kontaktiert und Bands eingeladen“, erzählt Phillip Bischof. „Und dabei ist es geblieben, auch wenn wir mittlerweile zum alten Eisen gehören. Wir unterstützen junge neue Bands ebenso gerne wie Profis mit Erfahrung. Auf den Konzerten treffen Menschen, die diese Musikrichtung mögen, auf Menschen, die sie machen. Hier wird nicht nur abgeliefert, sondern auch miteinander gesprochen, Musik gemeinsam er- und gelebt. Inzwischen gibt es ein gut funktionierendes Netzwerk, auf das wir zugreifen können.“

Dass sich die Szene wie eine große Familie fühlt, zeigt sich auch in der Bereitschaft, weite Wege und viel Arbeit für einen Auftritt auf sich zu nehmen, für den es gerade mal eine Aufwandsentschädigung gibt. Bei fünf bis sieben Euro Eintritt kommt eben nicht mehr rum. „Man macht das aus Spaß zu spielen und sich mit anderen auszutauschen. Sponsoren zu haben wäre super, aber die fördern meist kommerziellere Musikrichtungen. Dabei wäre es, schon wegen der Vielfalt wichtig auch diese Szene zu unterstützen.“

Von Doris Hennies