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Celle Stadt Hausmüll geht weiter zurück
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hausmüll geht weiter zurück
16:28 17.04.2013
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Die wilde Müllentsorgung bereitet dem Abfallzweckverband weiterhin Kopfzerbrechen. Aus der jetzt veröffentlichen Abfallbilanz für das vergangene Jahr geht hervor, dass 2012 die Mitarbeiter des lokalen Entsorgungsbetriebes sage und schreibe 301 Stellen räumen mussten, an denen Bürger illegal ihren Unrat entsorgt hatten. 67 Tonnen Abfall kamen dabei zusammen. Besonders beunruhigend war die dabei die hohe Anzahl von 361 alten Autoreifen, die einfach in die Wallachei geschmissen wurden.

Tobias Woeste vom Abfallzweckverband hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Umweltfrevler zum Umdenken zu bewegen. „Mit der Änderung der Gebührenordnung haben wir seit Anfang des Jahres in die Grundgebühr 240 Liter Freivolumen eingerechnet. Vielleicht hält das ja den einen oder anderen davon ab, seinen Müll einfach in der Landschaft zu entsorgen“, sagte Woeste. Ob diese Regelung Wirkung zeigt, will man in den kommenden Jahren beobachten.

Die Menge an Hausmüll ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Seit Jahren ist hier das Abfallvolumen rückläufig. Mit 24.925 Tonnen sank das Hausmüllaufkommen erstmals unter die 25.000 Tonnen-Marke, 2002 waren es noch 30.495 Tonnen. Weiterhin auf Wachstumskurs ist das Recycling. 52.680 Tonnen (2011: 51.865 Tonnen) wurden der Wiederverwertung zugeführt, verbrannt oder deponiert wurden 38.514 Tonnen (2011: 39.345 Tonnen).

Angestiegen sind die Altpapiermengen und zwar um deutliche 7,6 Prozent von 14.136 Tonnen auf 15.217 Tonnen. Erklärung: „Dabei wurde nicht wirklich mehr Papier gesammelt, sondern einfach nur mehr statistisch erfasst. Der Grund liegt in der Änderung der Anmeldung dieser Sammlungen. Dabei finden jetzt die gesammelten Mengen auch Eingang in unsere Bilanz“, erläuterte Woeste. Auf die gleiche Ursache ist der Anstieg bei Altkleidern zurückzuführen, wo 560 Tonnen gesammelt wurden (2011: 516 Tonnen).

Ebenfalls eine Steigerung verzeichnete der Bereich des Grünabfalls. Hier kamen 12.343 Tonnen zusammen. Zum Vergleich: In 2011 waren es nur 11.551 Tonnen. Woeste führt dies maßgeblich darauf zurück, dass einge Brenntage abgeschafft worden sind und in Winsen eine neue Annahmestelle geschaffen wurde, die von der Bevölkerung entsprechend gut angenommen werde.