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Celle Stadt Heimat: Irgendwo zwischen Celle, Braunschweig und Berlin
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heimat: Irgendwo zwischen Celle, Braunschweig und Berlin
17:04 13.10.2016
Ist wieder bei seinen Celler Ursprüngen angekommen: Karl-Heinz Füllberg. Quelle: Alex Sorokin
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Dabei nimmt der Diplom-Ingenieur kein Blatt vor den Mund, berichtet offen und ehrlich von den ereignisreichen Abschnitten seines Lebens.

In seinen Erzählungen lässt er weder schwere Zeiten noch Kritik an Verwandten und Bekannten aus. Dennoch ist die Geschichte Karl-Heinz Füllbergs eine gute. Das zeigt „Westercelle/Braunschweig/Berlin. Mein Leben vom Dorf in eine Weltstadt – und zurück“ sehr eindrucksvoll. Aus einer beschaulichen Kleinstadt in die Metropolen des Landes, von diesen wieder zurück in die Beschaulichkeit: Füllberg beschritt zweifellos einen besonderen Lebensweg, der dennoch nicht untypisch für viele Menschen aus der Residenzstadt ist.

So absolvierte der 1947 geborene Füllberg seine Ausbildung zum Elektro-Installateur bei der Firma Elektro-Busche in Celle. Urgroßmutter Ella stellte damals richtigerweise fest: „Jetzt beginnt für dich der Ernst des Lebens.“ Denn das Geld war knapp und die Arbeit meist hart. Karl-Heinz hatte allerdings ein Ziel vor Augen: Studieren. Dafür lohnten sich Verzicht und Arbeitsaufwand. Wenngleich die Aufnahme des Studiums für ihn wie für jeden anderen Celler bedeutete, der Heimatstadt den Rücken kehren zu müssen.

Über Wolfenbüttel und Braunschweig verschlug es den jungen Mann nach Berlin. Dort sollte er lange bleiben, die Stadt zu seiner zweiten Heimat werden. Karl-Heinz Füllberg machte sich beruflich einen Namen und er traf seine mittlerweile verstorbene Ehefrau Gabi: "Wir waren uns damals einig: Wir bleiben zusammen."

Mittlerweile ist Füllberg im Rentenalter und nach vielen erfüllten Lebensjahren wieder in seiner Heimatstadt angekommen. Was ihn zurück in diese verschlug und was die Vorzüge Celles gegenüber der Hauptstadt sind, ist in seinem Buch nachzulesen. In einfacher Sprache verfasst, direkt und ehrlich formuliert, ist die Biografie besonders für langjährige Celler lesenswert.

Von Gunnar Schulte