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Celle Stadt Heiß auf 500-Millionen-Programm
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heiß auf 500-Millionen-Programm
15:10 09.12.2011
Von Michael Ende
Geothermie: Bundesregierung setzt auf Celle vl. Hennig Otte ,Frau Dr.Maria Flahsbarth und Susanne Schmitt Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

CELLE. Mit Altlasten der Vergangenheit hat die hannoversche CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth als Vorsitzende des 1. Gorleben-Untersuchungsausschusses zur Genüge zu tun. Umso mehr freute sie sich, gestern in Celle Einblicke in die Energietechnologie der Zukunft zu erhalten. Bei Besuch des GeoEnergy-Netzwerkes informierte sich Flachsbarth, die als Entscheidungsträgerin maßgeblich für die Formulierung der politischen Strategien und die Gesetzgebung im Bereich Erneuerbare Energien und Geothermie sowie die Vergabe von Fördergeldern verantwortlich ist, über die in Celle gebündelten Kompetenzen im oberflächennahen Bereich sowie in der Tiefengeothermie.

Ihr Fraktionskollege, der heimische Abgeordnete Henning Otte, hatte das Mitglied des Bundesumweltausschusses auch deshalb nach Celle eingeladen, weil die Politikerin an interessanten Hebeln sitzt: "Frau Flachsbarth ist unter anderem maßgeblich für den Einsatz von Fördergeldern zuständig, und auf Fördermittel hoffen wir in Celle, wo wir mit dem deutschen Zentrum für Tiefengeothermie richtig was in Gang bringen wollen.

"Wir brauchen einen kräftigen Schub. Wir brauchen funktionierende Projekte, mit denen wir für unsere Zukunfts-Spitzentechnologie werben können", so GeoEnergy-Vorsitzende Susanne Schmitt, die unterstrich, dass bei der Tiefengeothermie noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf bestehe: "Darum wünschen wir uns auch ein Geothermie-Programm, das mit 500 Millionen Euro vom Bund gefördert werden soll und derzeit von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften entwickelt wird." GeoEnergy sei maßgeblicher Mitinitiator dieses immens wichtigen Programms: "Damit könnten wir in den nächsten Jahren 50 Bohrungen realisieren und dem Markt zeigen, dass und wie Tiefengeothermie funktioniert."

"Ich bin federführende Berichterstatterin für das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG und halte Geothermie für ausgesprochen zukunftsfähig", so Flachsbarth. "In Celle passiert etwas, von dem ich sehr beeindruckt bin, und das braucht noch einen Schubs." Die dafür benötigten 500 Millionen könnten aus dem jüngst aufgelegten 3,4 Milliarden-Euro-Energieforschungsprogramm kommen, meinte Flachsbarth: "Es ist jetzt Henning Ottes und meine Aufgabe, hier tätig zu werden." Otte hofft auf Unterstützung von Bundesforschungsministerin Annette Schavan: "Die hat sie uns schon bei einem Besuch 2009 generell zugesagt. Daran knüpfen wir jetzt an."