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Celle Stadt Heiße Debatte zu Wölfen im Celler Kreistag erwartet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heiße Debatte zu Wölfen im Celler Kreistag erwartet
16:48 27.10.2017
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Die Resolution hat das politische Ziel, die Landesregierung aufzufordern, das Wolfsmonitoring zu optimieren sowie das hierfür erforderliche Personal auszubilden. Außerdem soll der Schutzstatus des Wolfes in Abhängigkeit des Erhaltungszustandes der Population neu bewertet werden, fordern die Antragsteller. Ferner sollen sämtliche Nutztierhalter bei Schädigungen durch den Wolf besser unterstützt und entschädigt werden. Sogenannte Problemwölfe sollen konsequent geschossen werden können.

„Wir haben die Resolution eingebracht als Antwort auf die Vorkommnisse in Schmarbeck“, sagte Ernst-Ingolf Angermann aus der CDU-Fraktion. Ein Wolf war dort über einen Elektro-Zaun gesprungen und hatte 13 Heidschnucken gerissen. Sieben weitere mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen eingeschläfert werden.

Im Umweltausschuss des Kreistages war die Wolfsresolution Ende September heiß diskutiert worden. Die Grünen kritisierten die Resolution als „Aufforderung zum Wolfsabschuss“. Die SPD sprach sich dafür aus, dass die Forderung zur konsequenten Entnahme vorerst ausgeklammert werde.

Thema im Kreistag ist auch ein Antrag der Sozialdemokraten, der die Personalpolitik des Landkreises als Arbeitgeber betrifft. Die SPD fordert, dass bei Neueinstellungen keine Arbeitsverträge mit sachgrundloser Befristung mehr abgeschlossen werden.

Außerdem stehen noch die Ausweisungen der Naturschutzgebiete „Hellern bei Wietze“, „Bohlenbruch“, „Lünsholz“ sowie „Quell- und Durchströmungsmoor mit Kleingewässern bei Dalle“ auf der Tagesordnung. Es wird auch der Umweltschutzpreis des Jahres 2017 verliehen.

Die Sitzung beginnt um 14.30 Uhr im Kreistagssaal in Celle.