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Celle Stadt Heiße Pläne für die Celler Allerinsel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heiße Pläne für die Celler Allerinsel
15:39 05.12.2016
Von Michael Ende
Könnte mit einer Geothermie-Bohrung die energetische Zukunft der Allerinsel erschlossen werden? Die Stadt wil das jetzt prüfen lassen. Quelle: Boris Roessler
Celle Stadt

„Die noch weitestgehend unbebaute Allerinsel bietet ideale Voraussetzungen für eine zentrale und energieoptimierte Wärmeversorgung und kann sich so zu einem weiteren Vorzeigeprojekt für die Region Celle im Klimaschutz und der Nutzung erneuerbarer Energien entwickeln“, so der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer. Zusammen mit dem Geothermie-Projekt Heese-Nord könnte man auf der Allerinsel auch den Prozess zurlangfristigen Umgestaltung der Energieversorgungssysteme in der Stadt Celle einleiten, andessen Ende laut Klimaschutzplan und Klimaschutzkonzept die Energieversorgung fast völlig über erneuerbare Energien aus der Region erfolgen soll.

Der Verein GeoEnergy ist bereit, die Koordination der Konzeptstudie zur geothermischenWärmeversorgung der Allerinsel zu übernehmen und den weiteren Prozess zur Projektrealisierung in Abstimmung mit den Investoren und der Stadt Celle zu moderieren. „Ziel ist, die Konzeptstudie bis März oder April fertig zu stellen und eine mögliche Umsetzung in den bereits laufenden Planungs- und Bauprozess zu integrieren“, erläutert Fischer. Die Kosten der Studie betragen 30.000 Euro. GeoEnergy ist bereit, zehn Prozent der Kosten zu tragen und hat für die Restfinanzierung von 90 Prozent Geld aus dem städtischen Klimaschutzfonds beantragt. Fischer: „Die Verwaltung empfiehlt, die Studie umgehend noch im Dezember in Auftrag zu geben, da bei weiterer Verzögerung die wirtschaftliche Realisierung eines Wärmenetzes gefährdet wäre.“

Warum diese Eile? Weil die Stadt geschlafen habe, meint Grünen-Ratsfraktionschef Bernd Zobel. GeoEnergy habe die Stadtverwaltung „aufgeweckt“: „Es hat sich gezeigt, dass die Fachverwaltung von sich aus dazu nicht in der Lage war und ist, eine solche Aufgabe anzunehmen und zum Erfolg zu führen. Bereits im Mai 2016 hatten wir eine Anfrage zum Energiekonzept Allerinsel gestellt, die aber im August unbefriedigend beantwortet worden war. Wir hoffen nur, dass die jetzige Initiative nicht zu spät für die Investoren des ersten Bauabschnitts kommt, die ein Jahr nach der Wettbewerbsentscheidung bereits die Bauunterlagen zusammengestellt haben müssten.“