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Celle Stadt Heiße Reifen bei Celler Seifenkistenrennen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heiße Reifen bei Celler Seifenkistenrennen
22:20 18.05.2014
Von Oliver Gatz
Wer ist der Schnellste? Beim Bau der originellen Seifenkisten bewiesen die Konstrukteure wieder viel Kreativität. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Mit lautem Tatütata donnert das Feuerwehrauto die Dörnbergstraße hinunter. Geschickt steuert der junge Pilot seine Seifenkiste auf der etwa 420 Meter langen Rennstrecke, bis er sicher im Ziel ankommt und von den Zuschauern jubelnd begrüßt wird.

23 Teams gingen am Sonnabend mit ihren Seifenkisten an den Start, um die Schnellsten unter sich auszumachen. Bei den Erwachsenen siegte am Ende Daniel Speidel vom Team "Waldwegblitz". Lukas Hapke von den "Dragondrivers" errang Platz eins bei den Jugendlichen. In der Gruppe der Kinder setzte sich Jonathan Fritz - ebenfalls aus der Mannschaft "Waldwegblitz" - gegen die Konkurrenz durch. Auch den Schulcup holte sich die Grundschule Waldweg. Im Vergleich der Teams waren die "Dragondrivers" die Schnellsten.

Wie auch schon in den Vorjahren legten die Fahrzeugbauer große Kreativität und Einfallsreichtum an den Tag. Ob "Brötchenbomber", ein sausendes Bett oder Silberpfeil: Die Aufbauten der einzelnen Vehikel zeugten von Originalität und viel Liebe zum Detail. Als schönste Kiste wurde das Modell "Berlin" ausgezeichnet - mit Funkturm und Brandenburger Tor.

Glück hatte ein Pilot, der mit seiner Seifenkiste im Ziel in den dort aufgestellten Strohballen landete. "Der Fahrer konnte die Bremse nicht richtig betätigen", erläuterte Mitorganisator Detlev Soetbeer, Leiter der Grundschule Hehlentor. Grund: Beim Fahrerwechsel muss der Sitz an die Größe des neuen Piloten angepasst werden – sonst kann es zu solchen Problemen kommen. Zum Glück verletzte sich der junge Fahrer bei dem Unfall nicht.

Auch bei seiner sechsten Auflage hat das Seifenkistenrennen nichts von seiner Faszination verloren. Hunderte Zuschauer verfolgten bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen das Geschehen an der Dörnbergstraße und ließen sich Gegrilltes, Gebäck und Getränke schmecken. "Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Resonanz deutlich besser, weil das Wetter mitspielt", freute sich Soetbeer über die große Resonanz.

Ziel des alljährlichen Spektakels, das von der Kinderspielraum-AG organisiert wird, ist es, die Menschen im Hehlentorgebiet zusammenzubringen – und das generationsübergreifend. "Man trifft hier viele Bekannte", sagte Philip Wehr, der mit seinen Kindern Greta (6), Justus (5) und Lotta (1) das Renngeschehen verfolgte. Seine Frau Ilona pflichtete ihm bei: "Für die Kleinen ist es toll, wenn sie Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten sehen – erst recht bei diesem schönen Wetter."

Soetbeer hofft, dass diejenigen Teams, die nicht mehr an dem Rennen teilnehmen möchten, ihre Fahrwerke an andere Interessierte weitergeben. Diese konstruieren dann neue Aufbauten – damit auch im nächsten Jahr wieder zahlreiche originelle Vehikel die Dörnbergstraße hinunterdonnern und für Begeisterung an der Rennstrecke sorgen.