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Celle Stadt Henning Scherf hilft Celler "Brückenbauern"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Henning Scherf hilft Celler "Brückenbauern"
17:17 16.03.2018
Von Dagny Siebke
Der SPD-Politiker Henning Scherf empfiehlt den Cellern um Ulla Mehls (links) und Ammar Diab, beim nächsten Mal zusammen syrisch zu kochen. An den Startkosten für den Einkauf hat der Bremer sich schon beteiligt. Quelle: Dagny Siebke
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Als Ulla Mehls die IHK-Ausschreibung für den Gründerwettbewerb "Celler Lokalhelden" durchlas, dachte sie nur: "Das wäre doch was für uns. Da könnten wir was auf die Beine stellen und Menschen ansprechen, die sonst keinen haben." Ihre Idee: Mit drei Flüchtlingen und zwei Senioren zusammen ein Begegnungscafé "Im Kreise 13" eröffnen, dort wo früher das Hotel "Utspann" war.

"Wir könnten zum Beispiel gemeinsam Singen und Trommeln. Über Biografien sprechen und Zukunftsfantasien entwickeln. Spielerunden und Alltagshilfen anbieten und uns gegenseitig vorlesen", erzählte Ulla Mehls am Mittwoch begeistert vor ein paar Interessierten. Der SPD-Politiker Henning Scherf hatte vor seinem Vortrag in Winsen einen kurzen Halt in Celle eingelegt, um der Runde Tipps zu geben. Ulla Mehls langjähriger Weggefährte und Löns-Interpret Klaus Engling verstärkte noch die ohnehin heimelige Wohnzimmeratmosphäre.

Zunächst stellte sich Ammar Diab vor. Der Syrer lebt seit anderthalb Jahren in Celle. "Homs sieht aus wie Berlin im Zweiten Weltkrieg", berichtete der 24-Jährige. Er sei geflüchtet, weil er kein Soldat sein möchte. "In meiner Heimat habe ich zwei Jahre Agrarwissenschaften studiert, doch hier in Deutschland möchte ich bald Sozialpädagogik studieren." Scherf hakte ein und fragt scherzhaft: "Hat Frau Mehls Sie dazu angestiftet?" Am liebsten will Diab ein Dualstudium in Hannover aufnehmen, "damit ich arbeiten und Geld verdienen kann, denn ich möchte nicht arbeitslos sein", betonte er.

Scherf sprach darüber, dass er eine Frau und ihre drei Kinder unterstützt, die vor der Terror-Gruppe Boko Haram geflüchtet sind. "Die Kinder sind blitzgescheit und kriegen viele Einsen in der Schule. Ihre Mama will Altenpflegerin werden. Doch je älter man ist, umso schwerer fällt es einem, Sprachen zu lernen", stellte der frühere Bremer Bürgermeister fest. "Es ist das Beste, sich in einem Milieu aufzuhalten, wo nur Deutsch gesprochen wird. Dort fällt es einem leichter, die informelle Sprache zu lernen."

Scherf erläuterte: "Viele Menschen hier in Deutschland haben überhaupt keine Ahnung vom Islam. Deswegen braucht es Brückenbauer wie euch. Gefährlich wird es, wenn wir gar nicht voneinander wissen." Er war sehr begeistert von der Idee der Celler, doch empfahl er ihnen, das Café nur einmal in der Woche für zwei, drei Stunden zu öffnen. "Wenn ihr das kommerziell aufzieht, geht ihr sofort K.o.". Statt Eintritt zu nehmen, sollte die Begegnungsstätte über Spenden finanziert werden. Für einen Beitrag zu den Startkosten für ein syrisches Abendessen zückte der Politiker sofort seine Geldbörse. "Gemeinsam Kochen ist eine tolle Sache." Musiker Klaus Engling ergänzte: "Gerade, wenn man Lieder darüber schreibt, was gerade gekocht wird."

Am Samstag, 24. März, um 17 Uhr trifft sich die Gruppe erneut "Im Kreise 13". Weitere Interessierte sollten sich unter Telefon (0172) 3900638 anmelden.

„Hey, so sagt man nicht Goodbye“, scheint das Publikum dem Star auf der Bühne zuzurufen. So elegant wie Denis Fischer die Liedzeilen von Leonard Cohen, den er an diesem Donnerstagabend in der CD-Kaserne interpretiert, in seine kleinen Zwischenmoderationen einwebt, so energisch bedienen sich die mehr als 200 Zuhörer des Titels „Hey, that’s no way to say goodbye“ des großen Sängers, Songschreibers, Dichters und Malers Leonard Cohen, um den Interpreten und seinen Pianisten Carsten Sauer zurückzuholen auf die Bühne. Sie möchten mehr Fischer und mehr Cohen. Zwei Männer, die sich in ihrer Kunst begegnen, sie ineinanderfließen lassen und etwas Neues schaffen.

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