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Celle Stadt Herbst zeigt sich grau in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Herbst zeigt sich grau in Celle
18:59 04.10.2016
Dieser doppelte Regenbogen begeisterte am Sonntag gegen 17.30 Uhr nicht nur Michael Bührke, der sich anlässlich eines Familientreffens in einer Pension an der Aller aufhielt und dieses herrliche Foto von den erleuchteten Dammaschwiesen „schoss“. Quelle: Michael Buehrke
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Auf ihrem Weg über die noch warme Ostsee kann sich die Luft zwar etwas mäßigen, aber auch mit Feuchtigkeit vollsaugen. So zeigt sich der Himmel bis zum Wochenende meist grau in grau. Besonders am Donnerstag fällt etwas Regen oder einzelne Schauer und die Tageswerte erreichen nur noch magere 12 bis 14 Grad. Dazu weht ein böiger nordöstlicher Wind, durch den sich die Luft noch kälter anfühlt. In den Nächten droht bei längerem Aufklaren am Wochenende örtlich geringer Bodenfrost.

So wie es derzeit aussieht, geht es auch in der nächsten Woche mit dem unterkühlten Herbstwetter weiter. Ein so genannter Kaltlufttropfen aus Osten ist die Ursache. Im ungünstigsten Fall stünde uns eine weitere nasskalte Woche mit teils sogar einstelligen Höchstwerten bevor, und in sternklaren Nächten wären erst leichte Luftfröste möglich. Doch keine Angst: Der „Goldene Oktober“ ist noch lange nicht vom Tisch. Für diese herbstbunte Schönwetterphase um die Monatsmitte müsste sich das Skandinavienhoch allerdings nach Mitteleuropa verlagern, wofür es zurzeit noch keine Anzeichen gibt.

Der September war ein echter Wonneproppen. Was der Sommer versäumt hatte, holte der September nach. Mit einer Durchschnittstemperatur von 16,6 bis 17,4 Grad, acht bis neun Sommertagen (25 Grad und mehr), darunter drei Hitzetage (über 30 Grad) und bis zu 200 Sonnenstunden, lag er in der Südheide nicht nur auf normalem Augustniveau, sondern zog mit den bisherigen Top-Septembern 1999 und 2006 in Sachen Sonne und Wärme gleich. Novum für einen ersten Herbstmonat war die massive Hitzewelle vom 12. bis 14. September, die in Celle drei Hitzetage am Stück brachte. Mit Höchstwerten bis 32 Grad wurden flächendeckend neue Dekaden-, teilweise sogar Monatsrekorde (Fassberg 32,2 Grad/bisher 30,7 Grad) gemessen. Anhaltender Hochdruckeinfluss ließ – abgesehen von punktuellen Ausreißern – bestenfalls gut ein Drittel der normalen Regenmenge zu, wodurch sich die seit Juli anhaltende Trockenheit weiter deutlich verschärfte.

Von Reinhard Zakrzewski