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Celle Stadt Herbst zieht im Schlosspark ein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Herbst zieht im Schlosspark ein
17:55 11.10.2018
Wann kann man schon im Oktober mit dem T-Shirt durch Celle radeln? Justus Grass macht es vor. Quelle: David Borghoff
Celle

Wenn die Bäume in leuchtenden Farben erstrahlen, die Blätter langsam zu Boden segeln und bei jedem Schritt das Laub unter den Füßen raschelt, dann ist es wieder so weit: Der Herbst ist da. In den Straßen, Gärten und Parks können die Celler die einsetzende Herbstfärbung bewundern. Gästeführerin Harit Hornbostel stellt Interessierten einen dieser Orte vor, der zum Spazierengehen und Entdecken während der Herbstzeit einlädt: den Schlosspark. Verschiedene Baumarten reihen sich hier aneinander und sorgen für ein abwechslungsreiches Bild. So kann zum einen zwischen sommergrünen Laubbäumen, die ihre Blätter im Herbst abwerfen, und immergrünen Nadelbäumen unterschieden werden. Aber auch die sommergrünen Bäume weisen ganz unterschiedliche Laubfärbungen auf, sodass der Schlosspark im Herbst in leuchtend orangen, gelben und roten Farbtönen erstrahlt.

Seit vier Jahren führt Harit Hornbostel Einheimische und Auswärtige durch den Schlosspark, erzählt ihnen von der Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner, hebt die botanischen Besonderheiten hervor. Da der Schlosspark 1866 im englischen Landschaftsgartenstil gestaltet wurde, wurde er mit besonderen Bäumen ausgestattet. „Deshalb haben wir heute so alte und außergewöhnliche Bäume im Schlosspark“, erklärt Harit Hornbostel. So stammen die ältesten Bäume, die noch im Schlosspark stehen, aus dieser Zeit.

Der vielfältige Baumbestand sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Lebensraum für die verschiedensten Tiere. Parkbesucher können nicht nur Vögel und Eichhörnchen beobachten, sondern auch Fledermäuse nennen den Schlosspark ihr Zuhause. Speziell zum Schutz Letzterer wurden an mehreren Bäumen Kästen befestigt, in die sich die Fledermäuse bei Kälte zurückziehen können. „Die Häuschen werden sehr gut angenommen“, berichtet die Gästeführerin. Besucher, die bei Einbruch der Dunkelheit im Schlosspark unterwegs sind, können beobachten, wie die Fledermäuse ihr Häuschen verlassen und Runden durch den Park fliegen.

Aufmerksamen Parkbesuchern wird auffallen, dass im Moment noch viele der Bäume grün sind. „Es wundert mich, dass die Herbstfärbung nach diesem Sommer erst so spät anfängt“, erzählt auch Harit Hornbostel, ist sich aber sicher: „Auch wenn jetzt noch alles sehr grün ist, wird die Laubfärbung noch besser“. Die schönste Laubfärbung besitzt ihrer Meinung nach der Amberbaum. Sie reicht von Gelb über Purpur bis hin zu Weinrot.

Schon als Kind verbrachte Harit Hornbostel ihre Samstagnachmittage nach der Schule eisessend im Schlosspark – hätte ihr damals jemand gesagt, dass sie dort später arbeiten würde, hätte sie es nicht geglaubt. Viele Jahre später lernte sie im Urlaub in Frankreich etwas über einen Herzog, der auch in Celles Geschichte eine Rolle spielte. „Überall im Urlaub macht man Führungen mit, aber mit der Heimatgeschichte kennt man sich nicht aus“, beschreibt sie die Erkenntnis, die dazu führte, dass sie sich zur Gästeführerin ausbilden ließ. Noch heute kann sie dies beobachten: An den Parkführungen nehmen hauptsächlich Touristen und nur wenige Celler teil.

Von Vanessa Fillis

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