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Celle Stadt Hilfe und Orientierung für Jugendliche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hilfe und Orientierung für Jugendliche
15:43 27.05.2011
Von Oliver Gatz
Gerd Dittmer, städtischer Fachdienstleiter Jugendarbeit Quelle: Oliver Gatz
Celle Stadt

Der Fachdienst Jugendarbeit ist in vielfältiger Weise bei der Förderung junger Leute tätig, die gerade in der Pubertät Unterstützung brauchen. Ein Angebot ist die sogenannte offene Jugendarbeit in Treffs wie zum Beispiel dem Oki in Altencelle, dem Jugendclub in der Bahnhofstraße oder dem Jugendtreff Wietzenbruch. „Das Wichtigste dabei ist die Freiwilligkeit“, erläutert Fachdienstleiter Gerd Dittmer. In den Treffs können die Jugendlichen ihre Sorgen und Probleme loswerden. Dabei kann es um familiäre oder schulische Schwierigkeiten, um Drogen, Gewalt oder Orientierungslosigkeit gehen. „Es ist ein Angebot für alle. Häufig haben die Jugendlichen keinen Ansprechpartner“, sagt Dittmer. So sieht es auch Sozialarbeiterin Julia Frenking: „Ganz vielen Jugendlichen fehlen einfach Menschen zum Reden.“

Wie in vielen anderen Bereichen auch, spielt die Vernetzung in der Jugendarbeit eine große Rolle. Werden Probleme in den Treffs erkannt, kommt unter anderem die Schulsozialarbeit ins Spiel. Dabei erhalten Lehrer und Eltern Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen - etwa wenn Schulbücher nicht vorliegen, Kinder ohne Frühstück zur Schule kommen, Konzentrationsschwierigkeiten haben oder Sprachschwierigkeiten vorliegen. „Es gibt immer mehr schwierige Kinder in den Klassen“, stellt Frenking fest. Sie bietet an Grundschulen auch ein Sozialtraining an, um Konflikte unter Schülern zu lösen.

Darüber hinaus organisiert das Jugendamt Aktionen und Ausflüge im Rahmen des Ferienpasses. Manchmal melden sich auch verärgerte Anwohner oder die Polizei beim Fachdienst - etwa wenn es um lärmende Jugendliche auf Schulhöfen oder Spielplätzen geht. Dann machen sich die Mitarbeiter vor Ort ein Bild von der Lage, suchen den Kontakt zu den Jugendlichen und reden mit den Anwohnern. Fehlt es an Einsicht bei den Jugendlichen, ist die Polizei gefordert. Anzeige und Strafverfahren können die Folge sein.