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Celle Stadt Hilferuf pro Celler Ostumgehung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hilferuf pro Celler Ostumgehung
12:53 20.04.2018
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Gunter Beinhoff lebt seit über 25 Jahren in Altencelle, in einer ehemals ruhigen Nebenstraße. "Seit 2013 mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes der neuen B3 gibt es eine deutliche Zunahme des Durchgangsverkehrs durch Altencelle und auch durch die Blumlage", sagt er. Der Verkehr auf der Alten Dorfstraße komme teilweise zum Erliegen, Schleichwege seien permanent verstopft. Abhilfe könne nur der zügige Bau der Umgehungsstraße schaffen. Mit der Online-Unterschriftensammlung „Für den sofortigen Weiterbau der B3-Ostumgehung“ will Beinhoff den zuständigen Politikern Beine machen: "Um überhaupt eine Chance mit der Petition zu haben, sind 18.000 Unterstützer erforderlich. Vielleicht schaffen wir es damit, die von uns gewählten und von unseren Steuergeldern bezahlten Politiker aufzuwecken."

Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch meint, die Petition sei "als Geste ein gutes Zeichen", könne aber kein unabhängiges Gerichtsverfahren beeinflussen: "Ich begrüße jedwede Unterstützung für den sofortigen Weiterbau der für Celle essentiell wichtigen Verkehrsinfrastrukturmaßnahme. Die finanziellen Mittel des Bundes stehen zur Verfügung und sobald es ein grünes Licht durch ein entsprechendes Gerichtsurteil gibt, kann sofort mit dem Bau begonnen werden."

Adaschs Celler Fraktionskollege Jörn Schepelmann ist als Mitglied des Petitionsausschusses der Auffassung, dass es immer Sinn mache, eine Petition zu schreiben, wenn man der Meinung sei, dass ein Vorgang oder eine Sache der Überprüfung bedürfe: "Aber erst wenn die Petition durch den Ersteller offiziell bei der Präsidentin des Landtags eingereicht wird, wird sich der Petitionsausschuss damit beschäftigen." In Gerichtsverfahren könne der Landtag jedoch nicht eingreifen, so Schepelmann: "Als politisch Verantwortlicher begrüße ich natürlich jede Unterstützung in der Öffentlichkeit für den Weiterbau und verstehe Anliegen der betroffenen Bürger vor Ort, sowie der Pendler, die morgens den Landkreis in Nord-Süd-Richtung durch Celle queren müssen."

Das meint auch der Celler FDP-Landtagsabgeordnete Jörg Bode: "Allerdings kann die Petition bei ausreichender Unterstützung den politischen Druck verstärken, dass die maximalen Kapazitäten für die Planung und auch ein Mitteleinsatz zur späteren Beschleunigung des Baus der Ostumgehung eingesetzt werden." Neben des Baurechts bedürfe es auch der Bereitschaft der Verwaltung, Personal- und Finanzmittel priorisiert einzusetzen, so Bode: "Hier kann die Petition einen Beitrag leisten. Die bereits jetzt über 1150 Unterstützer aus Niedersachsen sind daher schon ein sehr guter Start für dieses Signal. Deshalb habe ich auch unterschrieben."

Wer die Petition ebenfalls unterschreiben möchte, findet sie im Internet, wenn er zum Beispiel bei Google "Petition Ostumgehung Celle" eingibt. Bisher haben dort sieben Prozent der Menschen unterschrieben, die für das Quorum von 18.000 Unterstützern nötig sind.

Beim Weiterbau der Celler B3-Ostumgehung will das Land Niedersachsen möglichst wenig Zeit verlieren. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) habe zugesagt, dass der Antrag auf Ergänzung des Planfeststellungsbeschlusses nahezu fertiggestellt sei und auf jeden Fall noch in diesem Monat gestellt werde, sagt der Celler FDP-Landtagsabgeordnete Jörg Bode, der zusammen mit seinem Celler CDU-Kollegen Thomas Adasch mit dem Minister das weitere Vorgehen bei der Celler Ostumgehung besprochen hat.

Michael Ende 20.04.2018

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