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Celle Stadt Hochklassiger Auftritt ohne Berührungsängste
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hochklassiger Auftritt ohne Berührungsängste
13:38 18.05.2018
Quelle: Peter Bierschwale
Celle Stadt

Das hatte es bei den Konzerten der Reihe „Live Music Now!“ noch nicht gegeben: Die aus Königsberg (Kaliningrad) stammende Sängerin Voytenko hatte offenbar keine Berührungsängste, denn sie trat an ein Fenster der Anstaltskirche zum Freistundenhof und warb mit deutlichen Worten bei den Gefangenen für das Konzert. Vielleicht führte dieser Auftritt dazu, dass die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt war.

Die beiden Musiker hatten außerdem eine „Bedienungsanleitung für ein Konzert“ dabei, wie es ein Mitarbeiter der JVA nannte: Die Stücke wurden verständlich angesagt und Fachbegriffe wie „Improvisation“ erklärt. Voytenko brachte ihr nicht so konzertaffines Publikum dazu, bei Swing-Titeln mit den Fingern zu schnippen und sich gar auf einen Wechselgesang mit ihr einzulassen.

Das Programm bestand aus eingängigen Jazz-Standards wie „The Way You Look Tonight“, die ausdrucksstark und mit großartigen Improvisationen vorgetragen wurden. Oxana Voytenkos beeindruckende Stimme ließ das Publikum staunen, egal, ob sie ihre Stimme wie eine Blues-Röhre klingen ließ oder textfreie Scat-Improvisationen sang.

Angesichts dieser Stimme hielt sich Pianist Adam Szabo akustisch eher zurück, nur bei seinen Soli drehte er auf, glänzte mit anspruchsvollem Spiel, dennoch konnte man den roten Faden der Musik stets verfolgen.

Bei Duke Ellingtons „It Don’t mean a Thing“ legten die beiden Musiker noch an Ausdrucksstärke zu. Das Stück erschien wie geschaffen für Voytenkos Stimme zu sein, außerdem wurde ihre tänzerische Gestik stärker, und Szabos klare Bässe trugen den Gesang. Besser kann man als Duo das Stück kaum bringen. Das Publikum kam in „Swing“-Stimmung und belohnte die Musiker mit einem Riesenapplaus.

Dank der charmanten „Anleitung“ durch Voytenko gelang es dem Publikum, zwei Zugaben zu erklatschen. Bei „Sunny“ passte die wuselig-jazzige Begleitung nicht recht zu der Melodie, aber ein klasse Gesang rettete das Stück. Insgesamt gelang den beiden Künstlern ein hochklassiger wie unterhaltsamer Auftritt.

Von Peter Bierschwale

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