Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Hochwasserschutz in Celle: Startschuss für Umbau der Allerinsel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hochwasserschutz in Celle: Startschuss für Umbau der Allerinsel
17:16 19.12.2013
Von Michael Ende
Auf der Celler Allerinsel kann es jetzt endlich voran gehen mit dem Hochwasserschutz. - Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Grünes Licht für den dritten Abschnitt des Celler Hochwasserschutz-Programms: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat jetzt einen entsprechenden Antrag der Stadt Celle genehmigt. Cornelia Scupin, Geschäftsbereichsleiterin im NLWKN, überreichte am Donnerstag den 117 Seiten umfassenden Planfeststellungsbeschluss an Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende.

Dieser dritte Abschnitt betrifft den Bereich vom Zusammenfluss von Aller-Nordarm und Mühlenaller bis zu den Celler Wehranlagen und damit vor allem die Allerinsel. „Die Hochwasserschutzmaßnahmen des ersten und zweiten Abschnitts von Boye bis zur Allerinsel sind bereits weitestgehend umgesetzt. Mit der jetzt vorliegenden Genehmigung kann die Stadt Celle den Hochwasserschutz für die Region weiter ausbauen“, betonte Scupin.

Vorgesehen ist ein Bündel von Eingriffen: Geplant ist einerseits die Abgrabung von Vorland, andererseits die Erhöhung von bestimmten Flächen. Dazu kommen Deiche und Hochwasserschutzmauern. „Die Planung basiert auf dem Rahmenentwurf zum Hochwasserschutz, der das Ziel hat, sämtliche Wohnbebauungen sowie alle gewerblichen und industriellen Einrichtungen in der Stadt Celle vor Überflutungen in Folge eines Hochwassers zu schützen, das statistisch alle 100 Jahre eintritt“, erläuterte Mende.

Die Vorlandabgrabungen bewirken eine Vergrößerung des Abflussprofils und damit eine Absenkung der Hochwasserstände. Im Allernordarm kann dadurch der Wasserstand bis zu 25 Zentimeter gesenkt werden. Die Abgrabungen erfolgen insbesondere auf der Allerinsel am Südufer des Allernordarms sowie im Bereich der Speicherstraße; zwischen zwei und drei Metern werden abgeräumt. Das ergibt ein Volumen von knapp 70.000 Kubikmetern Erde. Die aus Umweltsicht empfindlichen Bereiche werden dabei soweit wie möglich geschont. Zum Gewässer hin bleibt ein vier Meter breiter Streifen stehen, so dass die vorhandenen Uferstrukturen weitestgehend erhalten bleiben. Aus landespflegerischen Gesichtspunkten werden eine Senke sowie ein Altarm zum Allernordarm angelegt.

„Die Abgrabungen allein reichen jedoch nicht aus, um den angestrebten Hochwasserschutz für die Stadt Celle zu erreichen“, sagte Scupin. Daher sind zusätzliche technische Schutzbauten wie Deiche etwa im nördlichen Bereich der Allerinsel und flächige Aufschüttungen südlich des Hafens und westlich der Speicherstraße vorgesehen, um Siedlungsbereiche zu schützen. Dort, wo die örtlichen Verhältnisse den Bau von Deichen nicht zulassen, zum Bei-spiel im Bereich des Hafens, sollen mit Mauerwerk verkleidete Hochwasserschutzmauern errichtet werden.

Mende geht davon aus, dass mit den ersten Arbeiten im Frühjahr 2014 begonnen wird: "Im Spätherbst 2014 sollen die Erdarbeiten fertig sein, so dass 2015 die Mauern gezogen werden können. In zwei Jahren ist die Allerinsel hochwassersicher."

Die Gesamtkosten des dritten Hochwasserschutz-Abschnitts werde auf 8,72 Millionen Euro veranschlagt. Davon übernimmt das Land 6,1 Millionen; die restlichen 2,62 Millionen Euro zahlt die Stadt./p>