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Celle Stadt Hölty-„Amigos“ sollen „Flow-Erlebnisse“ mitnehmen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hölty-„Amigos“ sollen „Flow-Erlebnisse“ mitnehmen
18:25 16.06.2017
Von Dagny Siebke
Schulleiterin Monika Nerreter freut sich über die Leistungen von Annalena Netz (links, 1,5) und Michelle Kalantchouk (1,8). Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

56 von 60 Hölty-"Amigos" ziehen nun von Celle aus in die Welt. Die Jahrgangsbeste Annalena Netz hat ein Abitur von 1,5 in der Tasche. Die Zweitbeste Michelle Kalantchouk kommt auf einen Schnitt von 1,8, die Drittbesten Jana Fürste und Martin Wessel auf 1,9.

Um nach der Schulzeit Einfluss auszuüben, "muss man zunächst einmal mit sich selbst im Reinen sein. Seine Gedanken und Gefühl erkennen und möglichst in Einklang bringen", so Nerreter. Den Moment, bei dem plötzlich alles zusammenpasse. Solche Momente nennt Nerreter "Flow-Erlebnisse." Sie träten nur vereinzelt auf, würden mit individueller und gemeinschaftlicher Anstrengung erreicht und machten glücklich. Nerreter betonte: "Ich hoffe sehr, dass Sie, lieber Abiturienten, die Fähigkeit zu dieser Art von Konzentration, zum Einklang mit sich und der Welt mitnehmen können in Ihre noch ungewisse Zukunft und dass Sie sie sich Ihr ganzes Leben lang erhalten."

Die "silberne Abiturientin" Nicole-Berry-Laukart lag es am Herzen, dass sich die Schulabgänger alle Möglichkeiten offen halten: "Einige von Ihnen haben sicher schon klare Vorstellungen von Ihrer Zukunft, vielleicht eine Ausbildungsstelle oder eine klar definierte Studiumsauswahl. Andere müssen sich vielleicht noch finden und planen ein ,Work & Travel', ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Praktikum. Aber was immer Sie planen, seien Sie mit Herzblut und Freude dabei."

Der "goldene Abiturient" Horst Arndt bezeichnete seinen Jahrgang als die "berühmt-berüchtigten 68-iger Generation". Er betonte: "Die Gestaltung der Veränderung ist und bleibt eine permanente Arbeit für uns alle. Ich wünsche uns allen und Ihnen, dass Sie den Kick finden, an der Gestaltung unserer und Ihrer gesellschaftlichen Zukunft mitzuwirken und dabei an den richtigen Stellschrauben, in die richtige Richtung, mit der richtigen Dosierung zu drehen."

Hannes Heuer, Laura Behre und Yao Yingxiang sprachen für den Abschlussjahrgang: "Diese zwölf Jahre sind nun vorbei und ein jeder hat sie anders wahrgenommen. Für einige ging die Zeit schnell vorbei, für andere war es mit harter Arbeit und viel Stress eine gefühlte Ewigkeit." Nun könnten die Abiturienten durchatmen, ihre Zeugnisse entgegennehmen und sich gespannt ihrer Zukunft zuwenden. Die Redner zitierten auch eine Passage aus dem Lied von der unruhvollen Jugend: "Denke nicht, dass alles zu Ende gesungen wurde, dass die Stürme alle weggedonnert haben. Mach dich zum großen Ziel bereit und der Ruhm wird dich finden. Und Schnee, Wind und Sterne nächtlicher Flug. Mein Herz ruft mich in beunruhigender Ferne."