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Celle Stadt Höltyaner sollen eigene Wege finden und gehen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Höltyaner sollen eigene Wege finden und gehen
14:31 24.06.2011
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE-HEESE. Zehn der Abiturienten schafften eine „Eins“ vor dem Komma. Die besten Ergebnisse erreichten aus dem G8er-Jahrgang Pia Gerstenberg und Andre Schomburg mit enem Notendurchschneit von je 1,8 und aus dem G9er-Jahrgang Carolin Schilling (1,7) und Stefanie Oelker (1,8). Immerhin

49 schlossen mit einer „Zwei“ vor dem Komma ab. "Diese Ergebnis ist beeindruckend, betraten wir doch mit der Umkehr zum zwölfjährigen Abitur und dem verbundenen Wechsel des Systems alle gemeinsam Neuland. Ihr Ergebnis ist Zeugnis dafür, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich gegangen sind", so Nerreter: "Meine aufrichtige Bewunderung möchte ich auch den Schülerinnen und Schülern aussprechen, die mehr als andere gekämpft haben, die es schwerer als andere hatten."

Anhand des Gedichts "The road not taken" von Robert Frost erinnerte Nerreter daran, dass nicht immer der Weg, den viele gingen, auch gut für einen selbst sei: "Sie stehen nun vor einem Wendepunkt, Sie richten Ihren Blick auf die Zukunft wie auf einen undurchsichtigen Wald mit verschieden mehr oder weniger ausgetretenen Pfaden.Geht man den eigenen, einen neuen, noch nicht von anderen ausgetretenen Weg, lässt man sich selbstverständlich auf ein Risiko ein. Kann ich mein Ziel erreichen? Wie beschwerlich wird der Weg sein? - Trauen Sie sich etwas zu! Lassen Sie sich nicht einschüchtern von Arbeitslosigkeit, von Pessimisten und schlechter Laune, von Lehrstellenmangel und Numerus Clausus. Noch immer öffnet das Abitur Türen und hält Chancen bereit. Und: In nicht allzu ferner Zukunft werden wir Sie alle als gut ausgebildete Fachkräfte und Akademiker dringend brauchen."

Die Schulleiterin ermunterte ihre Abgänger dazu, jetzt ihr Leben selbst nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten: "In die Fußstapfen von anderen, in die der Eltern, älterer Geschwister oder Menschen, die Sie verehren, zu treten, ist immer leichter, bequemer, aber oft nur scheinbar sicher. Natürlich macht alles Neue und Fremde Angst. Schrecken Sie nicht zurück! Wenn Sie sich auf Unbekanntes einlassen und sich vertraut damit machen, wird Ihre Angst bald verschwinden. Lassen Sie sich nicht - auch nicht von Ihnen nahestehenden Menschen - in Bahnen drängen, die Sie nicht wirklich wollen"

Nerreter wünschte ihren zukünftigen Ex-Schülern Zielstrebigkeit: "Trotz aller möglichen Irrwege, Abwege und Umwege hoffe ich, dass Sie Ihre Spur halten und nie Ihr Ziel aus den Augen verlieren. Hängen Sie Ihre Ziele ruhig hoch, stecken Sie sie weit! Nicht ganz anzukommen ist nicht so schlimm, wie es nie versucht zu haben."

Es sind oft tote Fische, die mit dem Strom schwimmen", sagte Dirk Löffler, der sein Abitur am Hölty 1971 "gebaut" hatte. Derzeit befinde man sich in einem "Schwebezustand", sagte Katja Stumpf, die mit Mattes Eden für die Abiturienten sprach: "Wir wissen noch nicht, wo wir landen werden."