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Celle Stadt Hörenswerter Jazz im Doppelpack in Celler Halle 19
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hörenswerter Jazz im Doppelpack in Celler Halle 19
18:26 13.06.2017
Der Celler Moritz Aring bildete die personelle Klammer beider Bands: - Bei Tonspur (Foto) ist er der Bandleader, bei „S´Coolmasters“ der Solosaxophonist. Quelle: Peter Bierschwale
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Es hatte einen naheliegenden Grund, warum es zu diesem „Bigband-Doppel“ kam: Der Celler Saxophonist Moritz Aring, eine Art Ziehkind der NJIC, gehört beiden Formationen an. Auf die Jugend-Bigband „Tonspur“ ist die Jazzinitiative ziemlich stolz. Das zu recht, denn sie ist eine vereinseigene Band, die dazu dient, die „Jugendarbeit zu fördern und Talente zu entdecken“, wie es der NJIC-Vorsitzende Ralf Aring bei seiner Begrüßung formulierte.

Sein Sohn Moritz ist der Bandleader von „Tonspur“ und hat die 19-köpfige Band in den vergangenen zwei Jahren musikalisch erstaunlich weit vorangebracht. Leider spielte die Band zum letzten Mal in dieser Besetzung, denn viele Musiker haben gerade Abitur gemacht und werden Celle zumindest vorübergehend verlassen.

Auffällig war bei „Tonspur“ nicht nur der saubere und transparente Klang, die Dynamik variierte von sehr zarten und ruhigen Balladen bis hin zu den Bigband-typischen „fetten Sounds“. Niedlich war, wie „Tonspur“ ihrem „Saxophonsatz-Dozenten“, wie ihn Aring nannte, mit einem fröhlich-verjazzten „Happy Birthday to You“ gratulierte: Yannick Glettenberg war trotz seines Geburtstags zum Konzert gekommen, und spielte dann in der zweiten Konzerthälfte bei den „S´coolmasters“ Saxophon – wie Moritz Aring auch.

Der Bandname der Hannoveraner „S´coolmasters“ weist darauf hin, dass es sich bei den Musikern nicht um junge Musikstudenten handelt, die eine Profi-Karriere anstreben, sondern um Lehramtsstudenten, bei denen das Lieblingsfach vermutlich Jazz ist. Bandleader Andreas Barkhoff ist im Unterschied zu Moritz Aring nicht der geborene Moderator: Er sprach teilweise undeutlich. Aber auch die „S´coolmasters“ hatten tolle Stücke in ihrem Programm, darunter „La Fiesta“ von Chick Corea. Das beschwingte und abwechslungsreiche Stück flutete die Halle 19 mit jazzigen Flamenco-Klängen, die auch noch eine deutliche Prise Rock enthielten.

Von Peter Bierschwale