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Celle Stadt Hoffnung für Altstädter Schule
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hoffnung für Altstädter Schule
16:06 12.06.2017
Von Gunther Meinrenken
Bei einem Besuch in Celle besuchte der Vorsitzende des Bundestagskulturausschusses, Siegmund Ehrmann (SPD), Bauten des Architekten Otto Haesler. In Berlin will er sich jetzt dafür einsetzen, dass zum 100-jährigen Jubiläum in zwei Jahren nicht nur die prominenten Bauhaus-Orte Fördermittel des Bundes erhalten. Davon könnte auch die geplante Sanierung der Altstädter Schule profitieren. Quelle: ohi
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Auf Einladung der Celler SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann hat Ehrmann jetzt Celle einen Besuch abgestattet und sich einen Überblick über das umfangreiche architektonische Erbe des Neuen Bauens von Haesler verschafft. „Wir haben deutlich gemacht, dass Celle auch kulturell viel zu bieten hat. Das ist die Botschaft, die wir senden müssen und diese hat Ehrmann auch mitgenommen“, meinte Lühmann.

Ehrmann habe sich beeindruckt gezeigt von der Vielfalt und Qualität der Bauwerke Haeslers in Celle. „Auch deshalb will er sich bei den Förderungen für das Bauhausjubiläum 2019 dafür einsetzen, dass auch andere Städte mit bedeutendem Architekturbestand aus der Zeit des „Neuen Bauens“ – zum Beispiel Celle – im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums gefördert werden. Zurzeit umfasst das Konzept nur die drei Städte, an denen das Bauhaus als Hochschule gearbeitet hat. Da das Thema eine nationale Aufgabe sei, müsse es auch umfassend angegangen werden. Und dies gelte es nach den Bundestagswahlen auch in Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung festzulegen“, so Lühmann.

Die Bundestagsabgeordnete geht in diesem Zusammenhang auch davon aus, dass es für die Altstädter Schule doch noch möglich sei, in das Sanierungsprogramm aufgenommen zu werden. Dann könne die Stadt für dieses Hauptwerk Haeslers zum Bauhausjubiläum mehr tun. „Denn die bisherigen Versuche, eine Bundesförderung zu bekommen, waren nicht erfolgreich, so dass Stadtbaurat Ulrich Kinder in der Schule dem Bundestagsabgeordneten nur die mit städtischen Mitteln möglichen Arbeiten vorstellen konnte“, meinte Lühmann. Zwei Millionen Euro wolle die Stadt aus Eigenmitteln ausgeben, um die dringend erforderliche Sanierung der Fassade zu bewerkstelligen. Auch den Rückbau der Turnhalle hat das Neue Rathaus auf dem Wunschzettel.

Ehrmann nutzte den Besuch in Celle zugleich, um sich über weitere Kulturbereiche zu informieren und Themen der Förderung zu diskutieren. So besuchte er das Kunstmuseum in Celle und sprach beim abschließenden Gespräch im Lisa-Korspeter-Haus ausführlich mit Vertretern des Deutschen Erdölmuseums Wietze sowie des Celler Schlosstheaters.