Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Hohe Wende: Konzept bis Ende 2014
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hohe Wende: Konzept bis Ende 2014
17:11 03.09.2013
Von Gunther Meinrenken
Der städtische Konversionsbeauftragte Wolfgang Schucht und Elena Kuhls vom Konversionsmanagement machen sich auf dem Gelände der Kaserne an der Hohen Wende ein Bild vom augenblicklichen Zustand der Anlage und der Gebäude. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Im Sommer vergangenen Jahres haben die britischen Streitkräfte die Kaserne an der Hohen Wende verlassen. Seitdem liegt das Gelände brach und die Natur ist dabei, sich ihr Terrain zurückzuholen. In den Pflastersteinen und teilweise auch in den Hauseingängen macht sich Unkraut breit. Allzulange soll der Zahn der Zeit nach den Vorstellungen der Stadt jedoch nicht an der etwa 26 Hektar großen Anlage und den Gebäuden nagen. Im Neuen Rathaus ist nun der Aufschlag die Nachnutzung des ehemaligen Kasernengeländes erfolgt.

„Wir haben das Büro Ackers Partner Städtebau gemeinsam mit der Cima Beratung und Management GmbH beauftragt, ein Integriertes Entwicklungskonzept für die Hohe Wende zu erarbeiten“, teilte der städtische Konversionsbeauftragte Wolfgang Schucht mit. Die Kosten in Höhe von etwa 74.000 Euro teilt sich die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Eigentümerin des Areals ist. Eventuell fließen noch Zuschüsse vom Land.

„Gewerbe, Wohnen, Dienstleistung – die Erstellung des Konzepts erfolgt ergebnisoffen“, betonte Elena Kuhls vom Konversionsmanagement. Die beauftragten Unternehmen sollen drei Szenarien für die Kaserne entwickeln. Dabei ginge es sowohl um Erschließungs- als auch um Nutzungsvarianten. „Möglich ist auch, dass das Gelände dabei in unterschiedliche Segmente untergliedert wird. Wichtig ist, dass die Cima die Vorschläge auf ihre Marktfähigkeit untersucht“, ergänzte Schucht.

Die Planer müssen dabei nicht mehr die gesamten 26 Hektar betrachten. „Die Umsiedlung des städtischen Bauhofs ist gesetzt“, teilte Schucht mit. Dadurch wird die Fläche schon einmal um etwa 8 Hektar reduziert. Des Weiteren sollen ungefähr drei bis vier Hektar der südlichen Rasenfläche dem Holzzentrum Luhmann veräußert werden. Bleiben also etwa noch 13 Hektar übrig.

Doch die haben es in sich. Die Offiziersmesse und die Unteroffiziersmesse stehen unter Denkmalschutz, für den Großteil der übrigen Gebäude besteht Ensembleschutz. „Die Qualität des Denkmalschutzes ist hier allerdings eine deutlich andere als bei der Innenstadt. Ich denke nicht, dass dadurch die Entwicklung des Areals behindert wird“, sagte Schucht.

Das Entwicklungskonzept soll bis Herbst 2014 fertig gestellt sein. Parallel dazu könnte schon an einem Flächennutzungsplan und einem Bebauungsplan gearbeitet werden. „Uns ist wichtig, dass wir schon bei der Erarbeitung des Konzepts großen Wert auf die Beteiligung der Öffentlichkeit legen“, betonte Schucht. Im Oktober oder November soll es eine Auftaktveranstaltung geben.

Einen potentiellen Nutzer für die "Hohe Wende" hat jetzt übrigens die Wählergemeinschaft entdeckt. „Da die Volkswagen AG als erfolgreicher Konzern gegenwärtig national und international sehr stark expandiert, sehen wir Möglichkeiten für ein Engagement auch in der Region Celle“, hat WG-Fraktionsvorsitzender Torsten Schoeps in einem Brief an Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und Landrat Klaus Wiswe angeregt.