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Celle Stadt Hohe Wende: Weg frei für Bauhof
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hohe Wende: Weg frei für Bauhof
09:15 03.01.2014
Von Gunther Meinrenken
Die ehemalige Briten-Kaserne an der Hohen Wende. Ein Teil der Grünfläche soll an das Holzzentrum Luhmann veräußert werden. Im westlichen Bereich, hier rechts auf dem Bild, soll der städtische Bauhof untergebracht werden. Quelle: Wolfgang Genannt AIR FOTO CELLE
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Die Celler Politik hat die Voraussetzungen geschaffen für die Zusammenlegung des städtischen Bauhofs auf dem Gelände der ehemaligen Briten-Kaserne an der Hohen Wende. In Teilen der Ratsfraktionen herrschten allerdings immer noch Bedenken gegen den eingeschlagenen Weg beziehungsweise generell gegen die Verlagerung des Bauhofs vor.

Derzeit sind die städtischen Mitarbeiter aufgeteilt auf die Standorte des Grün- und Straßenbetriebs an der Lüneburger Straße und den Bauhof an der Neuenhäuser Straße. Letzterer präsentiert sich seit Jahren in einem erbarmungswürdigen Zustand. Kosten für eine Sanierung liegen im zweistelligen Millionenbereich. Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte im Sommer 2012 hatten sich neue Perspektiven ergeben. Im Februar vergangenen Jahres fasste die Politik ins Auge, beide Standorte an der Hohen Wende zusammenzufassen – immer noch ein Millionenprojekt.

Als es jetzt im Bauausschuss und im Celler Rat darum ging, mit der Aufstellung des vorzeitigen Bebauungsplanes für die "Hohe Wende West" Nägel mit Köpfen zu machen, wollte die Politik auf die Bremse treten, ließ sich von der Verwaltung allerdings eines besseren belehren.

Jürgen Rentsch, Fraktionsvorsitzender der SPD, teilte mit, dass seine Fraktion Schwierigkeiten damit habe, "den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen". Im Februar habe man eine Aufgabenkritik für den Bauhof bei der Verwaltung in Auftrag gegeben, bis heute man davon nichts gesehen. "Wir wissen doch erst nach Festlegung der Aufgabenbereiche, wie groß der Bauhof sein muss. Warum jetzt dieser Weg gegangen wird, kann ich nicht nachvollziehen", sagte Rentsch, der Unterstützung von Michael Bischoff (CDU) bekam. Bei der CDU habe man sich ähnliche Gedanken gemacht.

Seitens der Verwaltung versuchte Konversionsbeauftragter Wolfgang Schucht, die Zweifel zu zerstreuen. "Der Einleitungsbeschluss für die Aufstellung des Bebauungsplanes ist nur ein erster Schritt. Der B-Plan kann immer angehalten werden. Die Entwicklung läuft parallel. Das ist sogar von Vorteil. Änderungen beim Bauhof können umgehend in den B-Plan eingearbeitet werden", sagte Schucht. Der Aufstellungsbeschluss richte keinen Schaden an.

Mit dieser Botschaft ließ sich die Politik im Bauausschuss letztlich überzeugen. Lediglich die Grünen sind gegen die Verlagerung an die Hohen Wende, weil an der Neuenhäuser Straße schon Vorleistungen erbracht worden seien.

Das Areal an der Hohen Wende ist 26 Hektar groß. Etwa 8 Hektar sind für den Bauhof vorgesehen. An weiteren drei bis vier Hektar ist das Holzzentrum Luhmann interessiert. Für die restlichen 13 Hektar wird derzeit ein Konzept erarbeitet.