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Celle Stadt Hohe Wende schlechter Platz fürs Museums-Depot
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hohe Wende schlechter Platz fürs Museums-Depot
18:38 27.09.2017
Von Michael Ende
Quelle: Klaus Frieling
Celle Stadt

Eine mögliche Verlagerung des Museumdepots ist seit einigen Jahren im Gespräch. Zuletzt wurde 2014 untersucht, ob man in der Rathsmühle sowohl das Garnison-Museum als auch das Stickmustermuseum , eine Dauer-Sonderausstellung und zusätzlich das Museumsdepot auf zwei Etagen unterbringen könnte. Damals wurden die Kosten für den Umbau der Rathsmühle zum Museumsdepot auf 3,15 Millionen Euro prognostiziert. Die Vergleichskosten für einen Depotneubau mit einer ähnlichen Nutzfläche von 1900 Quadratmetern wurden mit 2,7 Millionen Euro zu beziffert. Zu teuer für eine Stadt mit Haushaltsloch.

Und die Kaserne? In der habe sich die bauliche Substanz seit dem Abzug der britischen Truppen im Jahr 2012 stark verschlechtert – unter anderem, weil die Gebäude bis auf die Einzeldenkmale der beiden Casinos nicht mehr beheizt würden, sagt Oberbürgermeister Jörg Nigge: " Die Gebäude weisen deshalb bereits zum Teil erhebliche Mängel auf." Die Erfahrungen im Zusammenhang mit der Errichtung der Zuwanderungsagentur zeigen, dass eine Sanierung sehr teuer werden dürfe: "Abreißen und neu bauen wäre billiger. Unterm Strich heißt das: Die Kaserne ist kein guter Ort für unser Depot", so Nigge.

Ende 2016 habe sich die Möglichkeit des Ankaufs des ehemaligen Naafi-Gebäudes an der Wasa-Straße ergeben, so Nigge: "Dort hätte man das Museumsdepot wahrscheinlich unterbringen können." Die Gelegenheit ergab sich, da sich die Pläne des Vorbesitzers für ein Automobil-Museum zerschlagen hätten. Doch mittlerweile gibt es einen neuen Eigentümer. Er plane, in diesem Gebäude Orthopädie- und Rehatechnik mit Lagerflächen, Werkstätten sowie Büro- und Verwaltungsflächen einzurichten. In geringfügigem Umfang solle auch ein Verkauf stattfinden, heißt es. Nigge: "Im Hinblick auf den kurzfristig bekannt gewordenen Bedarf des Investors hat die Stadt Celle auf den Ankauf des ehemaligen Naafi verzichtet." Seitdem gehe die Suche der Verwaltung nach adäquaten Immobilien für ein Museumsdepot weiter.