Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt "Holzschule" mit prima Klima in Celle geplant
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Holzschule" mit prima Klima in Celle geplant
15:40 21.05.2014
Von Michael Ende
Holzschule: Die teils farbig gehaltene Fassade soll aus sibirischer Lärche gefertigt werden. Quelle: Schröder Architekten
Celle Stadt

Während an der Celler Wittestraße die Abrissarbeiten an der von den Briten aufgegebenen ehemaligen „Mountbatten-School“ begonnen haben, laufen die Planungen für den Nachfolgerbau auf Hochtouren. Das müssen sie auch, denn bereits am 14. August 2015 will der Landkreis Celle dort die neue Paul-Klee-Schule schlüsselfertig und vollständig eingerichtet in Betrieb nehmen. Die neue Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wird alles andere als ein Bau von der Stange.

Landrat Klaus Wiswe sagte bei der Präsentation der Pläne, dass der Kreis hier "Pi mal Daumen 16 Millionen Euro" in der Stadt Celle investiere: "Ungefähr genau so viel, wie damals das Lachendorfer Gymnasium gekostet hat." Die neue Paul-Klee-Schule werde ein ungewöhnliches Gebäude, so Wiswe: "Sie wird eine Holzschule. Die Verwendung dieses Baustoffs soll unter anderem für ein besonders angenehmes Raumklima sorgen."

"Holz ist warm, weich und natürlich", sagte der Bremer Architekt Michael Schröder, unter dessen Federführung die Schule entsteht. Sowohl die Konstruktion, als auch Wände, Fußböden und die Fassade würden aus dem nachwachsenden Rohstoff erbaut, der sich nicht nur im Vergleich zu Beton besser anfühle, sondern auch weitere Vorteile biete: "Mit Holz ist eine sehr kurze Bauzeit möglich." Die Einzelelemente des "Holzhauses" würden in der Nähe von Stuttgart vormontiert und dann zum Endaufbau nach Celle transportiert, so Schröder. Die Fassade solle aus "sibirischer Lärche" bestehen: "Diese Art des Bauens liegt im Trend - allein in Hamburg bauen wir derzeit vier solcher Schulen."

Die Aula der im Grünen gelegenen Schule solle nicht nur ihr Zentrum sein, sondern wie ein Herz pulsieren, so der Architekt. "Wer hier reinkommt, ist sofort mittendrin; hier ist immer was los." Wie die Flügel einer Windmühle sollten die einzelnen Trakte von dieser Mitte ausgehen: "Überall soll Licht hineinkommen, und wir haben bei der Raumaufteilung auf größtmögliche Flexibilität Wert gelegt." Die Turnhalle solle künftig auch von Externen genutzt werden können.

Die "Holzschule" sei für eine 100-jährige Standzeit geplant, erläuterte Schröder. Barrierefreiheit sei ein zentraler Aspekt bei der Planung gewesen, so Uwe Kirchner, Leiter der Paul-Klee-Schule: "Das heißt nicht nur, dass es keine Stolperfallen geben wird, sondern auch dass zum Beispiel die Orientierung innerhalb des Objekts besonders leicht sein soll." Kirchner ist optimistisch, dass seine neue Schule auch in konzeptioneller Hinsicht ein "Jahrhundertbauwerk" sein wird: "In einer Zeit, in der Inklusion eine immer größere Rolle spielt, wird diese Schule ein Modell für andere Schule sein."