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Celle Stadt Hospiz-Bewegung Celle begleitet Sterbende und Familien seit 25 Jahren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hospiz-Bewegung Celle begleitet Sterbende und Familien seit 25 Jahren
17:47 09.11.2017
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Vielfältige Möglichkeiten der Begleitung

Die Mitarbeiter der Hospiz-Bewegung werden alle vorab speziell für ihre Aufgaben ausgebildet. Manchmal dauert die ambulante Begleitung mehrere Monate lang, manchmal ist sie nur kurz. Die Möglichkeiten der Begleitung sind vielfältig und richten sich nach den Bedürfnissen und den Möglichkeiten aller Beteiligten. „Wir übernehmen schon mal kleinere Erledigungen, aber in erster Linie geht es darum, da zu sein, ein offenes Ohr zu haben und zur Seite zu stehen, egal ob es das Übernehmen einer Sitzwache ist oder darum geht, Fragen zu beantworten oder zu informieren – soweit wir Auskunft geben können, sonst vermitteln wir weiter.“

„In all der Emotionalität von Familienmitgliedern können wir als Außenstehende so etwas wie ein Puffer sein, ausgleichen und vor allem entlasten. So dass beide Seiten, Betroffene und Angehörige, etwas zur Ruhe kommen können.“ Die Angebote der ambulanten Hospiz-Bewegung sind für Hilfesuchende kostenlos. Gefördert wird der Verein von den Krankenkassen – aus diesen Mitteln werden die Koordinierungsaufgaben von Hauptamtlichen sowie die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen von Ehrenamtlichen finanziert. Sonstige Kosten werden durch Spenden und Fördermitgliedsbeiträge gedeckt.

Die Fürsorge der Hospiz-Bewegung Celle endet nicht automatisch und abrupt mit dem Tod eines Betreuten. In den vergangenen Jahren haben sich eine Selbsthilfegruppe, verschiedene Gesprächskreise und unterschiedliche Veranstaltungen entwickelt. „Uns liegt auch die Begleitung der Trauernden am Herzen. Das ist natürlich vor allem aus den doch häufig entstehenden Beziehungen zu Angehörigen und Familien von Menschen, die wir begleiten, entstanden – das Angebot geht aber an alle Trauernden“, so Inga Janßen.

Trauernde fühlen sich häufig verlassen, einsam und unverstanden. Die Gemeinschaft unter Gleichbetroffenen kann da guttun, weil man gegenseitig weiß, wie es ist, einen Verlust verkraften zu müssen. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ hat sich eine Selbsthilfegruppe gefunden, die jeden ersten Sonntag im Monat ins „Trauercafé“ der Niederlassung der Hospiz-Bewegung Celle, Fritzenwiese 117, einlädt. Ab 15 Uhr haben Trauernde die Gelegenheit, sich zu begegnen, sich auszutauschen, kennen zu lernen, sich gegenseitig zu stärken und zu trösten.

Ähnliche Ziele und Möglichkeiten bieten die Gesprächskreise für Trauernde in Celle (jeden ersten Mitwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr, Fritzenwiese 117) und Hermannsburg (jeden zweiten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr in der Heimvolkshochschule, Lutterweg 16, Telefon (05051) 2584.

Jeden 3. Sonntagnachmittag im Monat (außer Juli und Dezember) treffen sich Trauernde zur „Trauer in Bewegung“ – einem gemeinsamen Spaziergang in der Natur – um 15 Uhr an der Fritzenwiese 117.

Von Doris Hennies