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Celle Stadt Hubschrauber lässt Sonnenschirm in Celle durch die Luft wirbeln
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hubschrauber lässt Sonnenschirm in Celle durch die Luft wirbeln
16:54 19.06.2017
Von Dagny Siebke
Celle Stadt

Sämtliche Pflanzenkübel, eine Laterne und eine Gartenmaus sind umgekippt. Sogar der Sonnenschirm wurde durch die Luft gewirbelt und von der Garten- auf die Dachterrasse geweht. Dabei ist dieser fest verankert. Ein etwa 50 Kilogramm schwerer Stein sorgt dafür, dass der Schirm am Boden bleibt. "Ich bin auf 180. Es geht mir nicht um den Sachwert. Aber ich mag mir gar nicht vorstellen, was alles noch hätte passieren können", betont Marita Buntin. Zum Beispiel, wenn die Anwohner wie so oft im Garten gesessen hätten, die Schwiegermutter zu Besuch gewesen wäre oder ein Kinderwagen auf der Terrasse gestanden hätte.

Insgesamt 300 Mal im Jahr wird das AKH Celle im Jahr angeflogen. Seit August vergangenen Jahres steht der neue Hubschrauber-Landeplatz zur Verfügung. Normalerweise wird der alte Startplatz nicht mehr genutzt, dort ist auch keine Windfahne mehr angebracht. Doch am vergangenen Freitag musste der rot-weiße Helikopter "Christoph Niedersachsen" ausnahmsweise auf den alten Landeplatz ausweichen, da der neue schon von einem anderen Hubschrauber belegt war. Vom etwas unglücklichen Abflug sei nur ein Grundstück betroffen gewesen, so AKH-Sprecherin Daphne Ravens.

Routinemäßig wird der Start- und Landeplatz von vier verschiedenen Helikoptern genutzt. Christoph Niedersachsen von der DRF-Luftrettung startet täglich vom Flughafen Hannover aus. Seit 1. Oktober 1995 fliegt die Besatzung Intensivpatienten, die für eine bessere Versorgung ihrer Verletzungen oder Erkrankungen zwischen Kliniken transportiert werden müssen. Pressereferentin Stefanie Kapp von der DRF-Luftrettung sagt: "Es handelte sich um einen regelgerechten Abflug. Aus unserer Sicht ist nichts Ungewöhnliches vorgefallen." Grundsätzlich habe die Luftrettung für solche Fälle eine Haftpflichtversicherung.