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Celle Stadt Hund verletzt zwei Wildgänse tödlich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hund verletzt zwei Wildgänse tödlich
11:12 17.09.2018
Von Dagny Siebke
Tierheimleiterin Astrid Brauner versuchte noch mit einer Tierärztin die beiden Graugänse zu retten.

Es war ein friedlicher Samstagvormittag, bis mehrere Hunde ohne Leine im Schlosspark herumliefen und sich im Schlossgraben erfrischten. Nach Polizeiangaben kletterte ein Border Collie aus dem Graben und stürzte sich daneben auf eine Wildgans. Der Hund sprang wieder in den Schlossgraben und packte eine andere Wildgans am Hals. Die 25-jährige Hundehalterin aus Hannover versuchte noch, im Wasser die Wildgans zu befreien. Doch der Hund ließ das Tier erst frei, als er den Graben wieder selbstständig verlassen hatte.

Mithilfe einiger Celler fing Astrid Brauner die Wildgänse ein und brachte sie zu Tierärztin Ulrike Sommer-Radschat. Die Tierheimleiterin betont: „Wir mussten die Tiere einschläfern, es ging nicht anders.“ Bei einem Tier war die Lunge zerbissen, bei dem anderen wurde der Flügel so aufgerissen, dass die Knochen herausschauten. Die Gänse waren ungefähr vier Jahre alt. Die zwei weiteren Gänse sind jünger und kleiner.

„Wir sind hier alle sehr traurig darüber, denn unsere Gänsebande hat uns schon so manches Mal auf Trab gehalten“, erzählt Brauner. Zuletzt rückten die Tierschützer an Ostern aus, als die Gänse in Richtung Triftanlagen wandern wollten. „Seit Jahrzehnten leben Wildgänse im Schlosspark und es ist ihnen bis zum Wochenende noch nichts passiert“, so Brauner. Sie ist gespannt, ob sich den Tieren im Park demnächst wieder weitere Wildgänse anschließen.

Der Border Collie ist weiterhin bei seiner Hundehalterin. „Die Schuld liegt wie so oft bei den Menschen“, sagt Brauner. Da im Schlosspark Leinenzwang gilt, erwartet die 25-Jährige eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit. Die Tierheimleiterin kritisiert, dass manche Hundebesitzer in so einer Situation nicht auf ihre Vierbeiner einwirken können.

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