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Celle Stadt IGS-Planung in Celle: Keine Noten, kein Sitzenbleiben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt IGS-Planung in Celle: Keine Noten, kein Sitzenbleiben
18:10 26.02.2014
Foto Schulzentrum Burgstra e Quelle: nicht zugewiesen
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„Wir wollen das Potenzial der einzelnen Schüler entfalten”, sagt Meike Kerker, Leiterin der Planungsgruppe, zum Leitgedanken. Der Vorteil sei, dass die IGS eine Angebotsschule ist, Schüler und Eltern also hinter dem Konzept stehen würden, wenn sie sich dafür entscheiden.

Ein weiterer fester Bestandteil des pädagogischen Konzeptes seien die wöchentlichen Schulversammlungen. Diese Versammlungen sollen im Forum der Schule stattfinden und die Gemeinschaft stärken.

Zudem soll es Lernbüros für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Gesellschaftslehre, themengebundenen Unterricht, Fachunterricht, Projekte und Werkstätten geben. „Die IGS Celle hat den Status der Referenzschule ‚Mobiles Lernen‘ übernommen. Der Einsatz eines Tablets als ein weiteres Unterrichtsmedium ist verpflichtend”, sagte Kerker, die derzeit noch Rektorin der Oberschule ist. Selbstverständlich werde im Unterricht weiterhin mit der Hand geschrieben. Die Planungsgruppe betont, dass es sich bei dem Einsatz des Mediums um eine Ergänzung handelt. „In diesem Zusammenhang steht die Entscheidung für die Planungsgruppe an, inwiefern die Anschaffung von herkömmlichen Schulbüchern überhaupt nötig ist”, so Kerker.

Die Vorbereitungen für die IGS in Celle laufen also. Die Verantwortlichen haben aber bisher noch keinen Überblick, wie hoch die Nachfrage sein wird. „Wir können darüber derzeit noch keine Aussage treffen und sind auch sehr an weiteren Informationen interessiert”, sagt Schulamtsleiter Reinhard Toboll.

Theoretisch können sich Schüler aus dem gesamten Landkreis dort anmelden. Der Kreis als Schulträger müsste dann dafür sorgen, das der Transport gesichert ist. Realistisch rechnet Toboll aber eher mit Anmeldungen aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden, weil sonst der Schulweg für die Kinder sehr lang wird.

Der Kreistag hatte eine Fünfzügigkeit festgelegt. Theoretisch wäre auch eine Sechszügigkeit möglich, nämlich dann wenn das Ernestinum nur drei Klassen im neuen fünften Jahrgang hat. Angesichts der dort steigenden Anmeldezahlen im vergangenen Jahr erscheint das aber derzeit unwahrscheinlich.

Maximal werden also wohl 150 Schüler zur IGS gehen können. Sollten sich mehr Kinder anmelden, wird das Los entscheiden. „Wir müssen auf einen Ansturm zumindest vorbereitet sein, deshalb beginnt die Frist ja auch eine Woche früher”, sagt Kerker.

Ob das aber so kommen wird, kann sie derzeit auch nicht einschätzen. Am 12. Mai wird es um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Forum des Schulzentrums Burgstraße geben. „Dann kann man dazu vielleicht mehr sagen”, so Kerker. Infos zum Stand der Planung gibt es im Internet unter www.igs-celle.de.

Von Tore Harmening