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Celle Stadt Ideen-Expo 2017 erwartet Hunderttausende Besucher
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ideen-Expo 2017 erwartet Hunderttausende Besucher
19:11 09.06.2017
Von Christian Link
Roboter waren schon 2015 ein Publikumsmagnet bei der Ideen-Expo. Auch diesmal gibtes zu dem Thema wiederviele Stände und Aktionen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Zu den Ausstellern gehören auch das Hölty-Gymnasium und die Firma Baker Hughes aus Celle sowie das Christian-Gymnasium aus Hermannsburg. Am 14. Juni wird auch die Oberschule Flotwedel eine mobile Rampe und einen Barfußparcours präsentieren.

Vom 10. bis 18. Juni will die Ideen-Expo mit einer Mischung aus Fachvorträgen, Mitmachaktionen, Live-Experimenten und Konzerten wieder Lust auf Technik machen. Mehr als 250 Unternehmen, Schulen, Verbände und Hochschulen sind dabei und zeigen über 650 interaktive Exponate. Außerdem laden 700 Workshops den Nachwuchs ein, selbst aktiv zu werden.

Im Jahr 2015 strömten rund 350.000 Besucher auf das hannoversche Messe- und Expogelände. „Wir sind inzwischen in Dimensionen gewachsen, die bei der ersten Veranstaltung 2007 wohl keiner für möglich gehalten hätte“, sagt Ideen-Expo-Chef Volker Schmidt. Das rund 15 Fußballfelder große Ausstellungsgelände umfasst die Hallen 7, 8 und 9 sowie die Außenflächen. Wie schon 2015 wollen die Veranstalter wieder die Besucherströme entzerren, damit die Wartezeiten an den Ständen möglichst kurz ausfallen.

Neben den bewährten Themenbereichen wie dem Produktions-Kosmos und der Mobilitäts-Arena setzt die Ideen-Expo 2017 auch neue Akzente: Im Bereich "Meere & Ozeane" können Besucher die Welt unter Wasser erkunden. Das Themenfeld "Digitale Welten" beschäftigt sich mit der Frage: „Was bedeutet digitales Denken, Programmieren und Anwenden für die künftige Lebens- und Arbeitswelt?“ Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Mobilität. VW-Auszubildende bauen gemeinsam mit Besuchern einen E-Golf zusammen. Am Stand der Autostadt können vier Teams Miniatur-Rennwagen konstruieren. Für Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 wird erneut eine Kinder-Uni angeboten. Die Jahrgangsstufen 11 und höher können das Hochschul-Camp besuchen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll zusätzlich Lust auf das Jugend-Event machen. An den Wochenenden gibt es Konzerte. Der bekannte TV-Moderator Ranga Yogeshwar moderiert täglich eine Show mit dem Titel „Wissen Live“. Dort begrüßt er unter anderem den deutschen Astronauten Thomas Reiter.

Komplizierte Atomphysik anschaulich gemacht

Das Hölty-Gymnasium Celle widmet sich mit seinem Exponat in der Life-Science-Area (Halle 9, Stand LA-12) einem faszinierenden Phänomen, das bereits Albert Einstein beschäftigt hat: Die Zeitdilatation beschreibt das Phänomen, dass in bewegten Objekten die Zeit langsamer abläuft. Die Celler Schüler haben in ihrem Projekt Lichtuhren gebaut und können damit sehr anschaulich zeigen, dass die Zeit bei einem bewegten Objekt tatsächlich langsamer vergeht. Der Besucher kann dabei selbst die Geschwindigkeit der bewegten Lichtuhr bestimmen und muss kein Atomphysiker sein, um das Phänomen zu verstehen.

Menschliche Lenkhilfe für selbst gebauten Roboter

"Per Roboter durchs Labyrinth" heißt das Exponat des Christian-Gymnasiums Hermannsburg bei den "Digitalen Welten" in Halle 7 (Stand DW-08). Die Besucher können hier hautnah erleben, dass beim Steuern eines Fahrzeugs etwas technische Hilfe nicht schaden kann. Denn nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in der Lagerlogistik werden immer häufiger Fahrzeuge eingesetzt, die über Fahrassistenzsysteme verfügen. Bei der manuellen Steuerung eines Fahrzeugs muss durch ständige Lenkbewegungen dafür gesorgt werden, dass man den vorgegebenen Weg nicht verlässt oder mit Hindernissen kollidiert. Ordnet man an den Außenseiten des Fahrzeugs geeignete Sensoren an, können diese erkennen, ob eine Korrektur erforderlich ist, und diese automatisch durchführen.

Das Projekt der Hermannsburger Forscher basiert auf einem selbst konstruierten Fischertechnik-Roboterfahrzeug mit einem programmierbaren Controller, das durch ein Steuerpult ferngelenkt werden kann. Die Standbesucher können versuchen, das Fahrzeug ohne beziehungsweise mit Assistenzsystem so schnell wie möglich durch ein Labyrinth zu steuern. Außerdem sind die zehn Mitglieder der Jugend-Forscht-AG des Christian-Gymnasiums Hermannsburg auch am Nachbarstand (DW-09) vertreten. Dort zeigen sie weitere Projektbeispiele.

Reaktionstester und Bohren in alle Richtungen

Die Celler Firma Baker Hughes zeigt an ihrem Stand (Halle 9, EF-12) im Themenbereich "Energie-Feld" gleich drei Exponate. Die Erdöl-Service-Gesellschaft stellt ihr hochmodernes Richtbohrwerkzeug "AutoTrak" für die Suche nach Öl oder Gas vor, das seinen Bohrstrang in jede gewünschte Richtung drehen kann. Außerdem gibt es hier das "Solus System" zu bewundern, das unter anderem Daten von einem unterirdischen Bohrer an die Oberfläche senden kann. Die Baker-Hughes-Azubis haben zudem einen Reaktionstester entwickelt, bei dem die Besucher ihre Fähigkeiten beweisen und Preise gewinnen können. Und wer sich für Technik interessiert, kann sich auch das Innenleben des Geräts erklären lassen.