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Celle Stadt Im Celler Badeland in zehn Tagen zum Seepferdchen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Im Celler Badeland in zehn Tagen zum Seepferdchen
13:44 20.07.2017
Aller Anfang ist scher Kristof Berndt (hinten links) bringt den zehn Kindern und Teenagern im Badeland das Schwimmen bei. Quelle: Doris Hennies
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Zwei Gruppen zu jeweils zehn Kinder lernen innerhalb von zehn Kurstagen – also zwei Wochen – so gut schwimmen, dass es für das Seepferdchen-Abzeichen reicht. Das zumindest ist das erklärte Ziel und die Abnahme der Prüfung gehört zum begehrten Kurs. Für dieses Angebot gab es eine lange Nachrückliste.

„Kopf aus dem Wasser – und den Mund zulassen“, empfiehlt Berndt. Dem angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe“ macht die Arbeit mit Kindern besonders viel Spaß, „und sie ist wichtig, denn tatsächlich können immer weniger Kinder und Jugendliche schwimmen.“

Die zehn Kursteilnehmer wollen unter anderem für den nächsten Schulausflug vorbereitet sein. Denn dafür wird in der Regel zumindest „Seepferdchentauglichkeit“ gefordert. Zunächst bewegen sich die Beine in Froschmanier, während sich die Hände noch an der oberen Stufen ins Wasser festhalten. „Die Beine braucht ihr immer, das üben wir zuerst“, ruft Berndt. Wer babbelt und lacht bekommt fix die Quittung, schluckt Wasser, prustet und hustet. Trotzdem: In die Runde gefragt, antwortet der Chor einstimmig: „Ja, macht Spaß!“ – für mehr reicht die Puste nicht.

Zur Auflockerung und um erst einmal die Scheu vor dem so unbekannten Nass zu nehmen, gibt es Tauchübungen nach Ringen, die der Trainer auf den Beckenboden sinken lässt. Hier zeigt sich ganz deutlich, wer eigentlich eine geborene „Wasserratte“ ist, oder wer sich schon fürchtet, wenn das Wasser nur das Kinn berührt.

Für die einen ist das Reinspringen und Tauchen schon ein gewohnter Spaß, die anderen kennen Wasser am Körper nur aus dem Badezimmer. Da ist der Kopf unter Wasser schon schwer. Aber der Schutz versprechende Kursleiter, der stetig motiviert und auch mit Lob nicht spart, gibt allen den Mut, den Versuch zu wagen. Zur Belohnung wird zum Schluss die Wasserrutschbahn geöffnet – da trauen sich alle, trotz des kurzen Tauchgangs am Ende. (dhe)

Von Doris Hennies