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Celle Stadt Impuls für Belebung der Celler City
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Impuls für Belebung der Celler City
18:41 07.07.2014
Von Michael Ende
Kleinteilig und doch nicht klein: Diese Skizze zeigt einen Blick aus der Bergstraße auf das geplante Objekt. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

„Hier soll ein zweiteiliger Gebäudekomplex geschaffen werden, der architektonisch die Sprache unserer Innenstadt aufnimmt, sich gut einfügt und einen Wohn- und Einkaufsbereich schafft, der zur Belebung der ganzen Altstadt beitragen wird“, so Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, als er am Montag den Siegerentwurf des Investorenwettbewerbs zur Entwicklung der ehemaligen Feuerwehr-Hauptwache zwischen Südwall und Wehlstraße präsentierte. Auf dem 3750 Quadratmeter großen städtischen Areal soll ein wichtiger städtebaulicher Impuls für die City gegeben werden. Gewonnen hat die Weser-Wohnbau GmbH & Co. KG aus Bremen mit einem Entwurf des dänischen Architekten Carsten Lorenzen. Mende: „Für diese eleganteste und richtigste Lösung hat sich die Jury einstimmig entschieden.“

Der architektonische Entwurf habe „ganz großes Potenzial“ sagte die Vorsitzende des Preisgerichts, die Architektin und Stadtplanerin Professor Ingrid Burgstaller: In dem vom Stadtgraben „durchflossenen“ Objekt, in dem im Erdgeschoss Einzelhandel auf einer Gesamtfläche von rund 2000 Quadratmetern und darüber auf zwei Ebenen hochwertiger Wohnraum geschaffen werden solle, manifestiere sich hochprofessionelle Arbeit.

„Die Gebäudeform strahlt in den öffentlichen Raum aus. Sie greift die Kleinteiligkeit der Altstadt auf, ist sowohl selbstbewusst als auch zurückhaltend - ich würde gerne sofort damit anfangen“, so Stadtbaurat Ulrich Kinder. Das wolle auch die Weser-Wohnbau, sagte Mende: „Die möchten möglichst sofort loslegen.“ Die Objektübergabe sei für 2016 geplant.

In der Wettbewerbs-Ausschreibung hieß es, dass der Sieger das Gelände für 1,3 Millionen Euro plus einem noch nicht ermittelten Wertsteigerungs-Ausgleichsbetrag kaufen und bebauen muss. Spätestens am 31. Juli 2015 soll der erste Spatenstich getan werden. Nun müsse ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden, so Kinder: „Wir werden jetzt mit dem Investor in die Detailplanung gehen.“

Dass in dem Entwurf die zunächst von der Stadt angedachte Alternative eines Hotels nicht auftauche, gehe in Ordnung, sagte Mende mit Hinblick auf die geplante Entwicklung des St.-Josef-Stifts-Areals, wo ein Hotel entstehen solle: „Wichtig ist das Signal: Es lohnt sich wieder, in dieser Stadt zu investieren - auch in Großprojekte.“ Eine Investitionssumme wurde gestern nicht genannt.