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Celle Stadt In Neuenhäusen mischt sich Dörfliches mit Stadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt In Neuenhäusen mischt sich Dörfliches mit Stadt
18:57 10.05.2015
Der O-Ton von Ortsbürgermeister Jörg - Rodenwaldt: „Hier ist und war ständig etwas los. Ich hab mich unters Volk gemischt. Überall der gleiche Tenor: Es gab viele Interessierte - und regen Zuspruch.“ Quelle: Alex Sorokin
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NEUENHÄUSEN. Eine bunte Straße voller quirliger Aktivitäten – so zeigte sich am Samstagnachmittag die Spörckenstraße bis hin zum Kirchenvorplatz an der Kreuzkirche. An allen Ecken hatten vor allem die Kinder die Qual der Wahl, was sie zuerst versuchen wollten – von Kinderschminken, über jede Menge lustiger Spielangebote bis zu Mal- und Handarbeitsworkshops fiel das Aussuchen schwer. Katharina und Natascha Bruß sind seit ihrer Taufe mit der Kreuzkirchengemeinde verbunden und viele Jahre schon aktiv in der Jugendgemeinde, die hier auch ein gemischtes Mitmachprogramm für „Jungbürger“ boten: „Wir sehen hier viele Kinder, die wir auch sonst betreuen. Dabei ist Migrationshintergrund null Thema. Die Kinder spielen gemeinsam und sehen keinen Unterschied – keiner wird ausgeschlossen. Über die Kinder kommen so auch die Mütter zusammen ins Gespräch. Da ist freundliche, alltägliche Nachbarschaft tragender als kulturelle Unterschiede.“

Bei so viel Beschäftigungsprogramm für die Kids hatten die Erwachsenen entspannt Zeit für einen gemütlichen Plausch – bei Kaffee und Kuchen oder Grillwurst und Bier. Und auf der Bühne fand eigentlich kontinuierlich was zum Zuschauen und Staunen statt. Da wurde getanzt und geturnt, gesungen und musiziert. Vor allem die ortsansässigen Gruppen, Schulen und Vereine hatten so die Möglichkeit, sich selbst und das speziell fürs Fest Eingeübte einem breiten, wohlwollenden Publikum zu präsentieren – jeder Auftritt ein bejubelter Akt im Rampenlicht. Und so manche Gruppe fand auch schon möglichen Nachwuchs, wie Hanna und ihre Freundin Aischa (8), die sich für die Bauchtanzgruppe „1001 Nacht“ des Jugendclub Celles interessierten.

Zu den Neuenhäusener Repräsentanten gehört auch der „Lindenclub“. Alexandra Speidel-Melchior und Thomas Karl vom Vorstand sagen: „Das Stadtteilfest ist eigentlich das einzige, wo wir uns so öffentlich präsentieren, weil wir seit 150 Jahren dazugehören. Unsere Maibowle ist wohlbekannt und schon seit einer Stunde leer“.

Warum das Leben im Stadtteil Neuenhäusen so besonders schön ist, weiß Urgestein „Rudi“ Köhnholdt, langjähriges Elternratsmitglied und fast 30 Jahre im Kirchengemeinderat vertreten: „Hier hat man Dorf und Stadt gleichermaßen. Mit den Einkaufsmöglichkeiten, den Ärzten, Schulen und Kindergärten und auch den kooperierenden beiden Kirchengemeinden ist Neuenhäusen eine attraktive Ortsgemeinschaft sowohl für Alteingesessene als auch für Familien und Neuzuzüge. Man wird freundlich und unkompliziert integriert. Gleichzeitig hat man die Nähe der zentralen Stadt, die noch einiges mehr zu bieten hat – wenn man das sucht. Hier können sich Alte und Junge, Eingeborene und Fremde wohlfühlen.“

Von Doris Hennies