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Celle Stadt Inspirierend frisch und gekonnt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Inspirierend frisch und gekonnt
11:34 23.05.2018
 Das „Tal Arditi Trio“ kam eigens für einen grandiosen Auftrittin Kunst & Bühne aus Berlin nach Celle gereist. Quelle: Doris Hennies
Celle Stadt

Der erst 19-jährigen israelische Gitarrist Tal Arditi und seine Mitmusiker Tom Berkmann am Bass und Mathias Ruppnig an den Drums schufen vom ersten Ton an eine ganz eigene Atmosphäre, fast möchte man sagen Sphäre, in die sie ihr Publikum hineinzogen und verzauberten – selbst die, die mit den teils unkonventionellen Klangmodulationen und musik-intellektuellen Kompositionen (alle auf dem aktuellen Album) grundsätzlich eher weniger anfangen können. Durchdacht und konstruktiv ja, aber auch von einer frech-freien, spielerischen Frische und einer Leidenschaftlichkeit, die nichts von statischer Konstruktion hat. Unnötig zu betonen, dass alle drei ihr Instrument virtuos beherrschten

Wer die drei jungen Musiker erlebt hat, konnte nicht umhin zu bemerken. Hier wird Musik gelebt, empfunden - gesucht, probiert und experimentiert – ein audio-kulinarischer Genuss von akustischen Tortenstücken: die Basis, der Boden getragen vom spürbaren, einnehmenden, selbst bei Wechseln und Brakes noch verfolgbaren Rhythmus (Latin, Bossa, Swing, Balladen bis hin zu rockigen Elementen), die Creme aus illustrierenden, impulsierenden Klangmalereien – mal leicht dahin schwebend, fröhlich einfach, dann wieder eindringlich, einhämmernd, suggestiv. Die Soli schließlich bildeten die Garnierung, die Sahnehäubchen. Zusammengenommen wurde so aus jeder Kreation unterschiedlicher Geschmacksrichtung eine Verführung, der sich die Zuhörer – gemessen an der begeisterten Beifallsbekundung – nicht entziehen konnten und wollten.

Tal Arditi hat in Israel studiert und lebt heute in Berlin. Umjubelte Auftritte bei israelischen und europäischen Jazzfestivals sorgten für einen guten Start in eine erfolgversprechende Karriere.

Von Doris Hennies

Es klingen noch die süffigen, melodieseligen wie ironiegesättigten Klänge einer Schostakowitsch-Operette am Staatstheater Braunschweig nach, da wird man im Kammermusikring des Schlosstheaters mit einem späten Streichquartett des gleichen Komponisten konfrontiert, das wie aus einer anderen Welt scheint. Geschrieben wohl in einer Stimmung der Depression und Trauer, zeugend von Hoffnungslosigkeit und vergeblichem Aufbegehren, kündend von Ratlosigkeit und Einsamkeit, das Publikum zurücklassend in einer Mischung aus Faszination, Schrecken und Trost.

23.05.2018

Früher war ihm die Kunst seines Vaters peinlich, erzählt Hans-Albert Staps. Als er noch ein Kind war, empfanden seine Freunde seinen Vater als seltsam. Da saß er in seinem Atelier und malte seltsame Bilder. Wenn sie in die Natur gingen, dann konnte sich sein Vater für einfache Dinge wie einen Zaunpfahl begeistern. Doch dann kam für Hans-Albert Staps die Zeit, in der er verstand, was sein Vater machte, und heute weiß er: Herbert Staps hat ein einzigartiges Vermächtnis hinterlassen.

23.05.2018

Die CZ-Aktion "Celle blüht auf" hat einen prominenten Unterstützer bekommen. Am Internationalen Tag der biologischen Vielfalt hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag die Schirmherrschaft über "Celle blüht auf" übernommen. Die Aktion sei "rundherum klasse", weil hier Menschen einer ganzen Region gemeinsam etwas zum Positiven verändern wollten, sagte Lies: "Klar, dass ich da dabei bin."

Michael Ende 21.09.2018