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Celle Stadt International gefragtes Klavierduo Silver-Garburg im Grooden Hus in Winsen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt International gefragtes Klavierduo Silver-Garburg im Grooden Hus in Winsen
20:39 05.02.2015
Unterwegs in aller Welt: Das Klavierduo Silver-Garburg - tritt im Groden Hus in Winsen auf. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Erinnern Sie sich noch an die erste Einladung nach Winsen? Was haben Sie damals gespielt?

Unser erstes Konzert in Winsen war 2009. Wir haben Schubert, Strawinsky und Mendelssohn gespielt. Wir haben uns sofort wohl gefühlt in Winsen, denn der Rahmen ist so schön intim und das Publikum so begeisterungsfähig. Gleich nach dem Konzert haben wir vereinbart, dass wir aus dem einzelnen Konzert ein dreijähriges Projekt machen, in dem wir alle wichtige vierhändige Literatur für Klavier von diesen Komponisten spielen wollten.

Wissen sie noch, wie oftSsie inzwischen in Winsen waren? Gibt es noch viele andere Städte, in denen Sie so oft waren wie in Winsen?

Ähm, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 und jetzt 2015. Sechsmal, und dazu kommen noch ein paar Kammermusikprogramme mit anderen Musikern. Es gibt sehr viele Städte auf dem Globus, in denen wir mehrmals waren: München, New York, Chicago oder auch Mexico City. Nicht nur in diesen Städten sind wir mehr als zehnmal gewesen.

Was ist für Sie anders, wenn sie nicht in Winsen, sondern in einer der großen Metropolen spielen?

Es macht für uns keinen großen Unterschied, ob wir in einem großen oder kleinen Saal oder in einer großen oder kleinen Stadt spielen. Wir versuchen immer an unsere Grenzen zu kommen und uns weiterzuentwickeln. Wir üben auch immer gleich viel, ganz gleich, ob wir gerade viele Konzerte haben oder nicht, oder gerade in kleinen Orten spielen oder in New York oder München. Aber wenn man in einem so kleinen Ort wie Winsen regelmäßig spielt, dann ist das was ganz Besonderes, denn dann kennt man schon das eine oder andere Gesicht im Publikum und hat auch schon mit Einzelnen nach dem Konzert persönlich Kontakt gehabt.

Sie waren das erste Mal in Winsen zu einer Zeit, als Sie noch nicht so bekannt waren wie heute. Und Nachwuchs hatten Sie damals auch noch nicht. Was hat sich seitdem für Sie geändert?

Eltern zu sein ist ein großer Teil unseres Lebens. Wir nehmen unser Kind, das inzwischen viereinhalb Jahre alt ist, auf allen großen Tourneen mit.

Zu ihrem Programm dieses Jahr: Das erste Mal werden Sie in diesem Jahr nicht mit einem rein vierhändigen Programm in Winsen zu Gast sein, sondern sowohl Ihre Frau als auch Sie selbst werden eine späte Klaviersonate von Beethoven alleine spielen. Haben Sie das schon öfter gemacht?

Nein, das ist für uns eine ganz besondere Sache, die wir speziell für Winsen geplant haben.

Neben den beiden Beethoven-Sonaten spielen Sie noch eine Rarität von Brahms. Verraten Sie uns noch etwas zu diesem Stück?

Wir spielen die originale Fassung des Klavierquartetts in g-Moll op. 25. Wir finden das Stück besonders gelungen. Der Klang ist noch schöner und die Struktur klarer. Dazu kommt der Aha-Effekt, wie man Klavier und drei Streicher in ein Instrument verpackt.

Karten für dieses Konzert sind unter ☏ (05146) 2578 und in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Von Reinald Hanke