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Celle Stadt Internationales Flair am Hölty-Gymnasium
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Internationales Flair am Hölty-Gymnasium
18:50 27.08.2018
Die Teilnehmer der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) am Hölty Gymnasium. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Das Hölty-Gymnasium ist Teil der PASCH-Initiative (Schulen: Partner der Zukunft), die 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde. Weltweit beteiligen sich 1800 Partnerschulen an dem Projekt. Ziel ist es, im Ausland jungen Menschen die deutsche Sprache näherzubringen und Interesse fürs Land zu wecken. Herausragende Leistungen im Fach Deutsch werden mit einem Aufenthalt hier belohnt.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Initiative tourt bis Dezember das sogenannte PASCH-Mobil durch Deutschland. Gestern machte es von 8 bis 11 Uhr am Hölty-Gymnasium Station. Besonderer Anlass ist der Aufenthalt von jungen ausländischen Gästen aus dem Internationalen Preisträgerprogramm (IPP), die aufgrund ihrer Leistungen im Fach Deutsch mit einem vierwöchigen Deutschland-Stipendium ausgezeichnet wurden. Von den elf aktuellen Teilnehmern besuchen zudem drei eine PASCH-Schule in ihrem Heimatland. Dieses Jahr kommen die Jugendlichen aus Venezuela, Japan, Portugal, Marokko, der Ukraine und der Elfenbeinküste.

Die Preisträger lernen zwei Wochen lang am Hölty-Gymnasium den deutschen Schulalltag kennen. Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) organisiert jedes Jahr ein einmonatiges Programm für solche Gruppen, das mehrtägige Städte-Exkursionen nach Bonn, München und Berlin sowie einen Gastfamilienaufenthalt an einer Partnerschule umfasst.

„Am wichtigsten für die Schüler hier in Celle ist der Kontakt zu ihren Gastfamilien, damit sie einen Eindruck vom deutschen Alltagsleben bekommen“, erzählt Antje Corban-Sagwitz, seit 15 Jahren Leiterin des PASCH-Programms am Hölty-Gymnasium. In einigen Fällen bleibt der Kontakt zu den Gastfamilien auch langfristig bestehen. Natürlich erhalten die Gäste auch eine Führung durch Celle, wobei ihnen in erster Linie die Fachwerkhäuser ins Auge fallen.

Schon 55 Jahre lang ist es am Hölty Tradition, jährlich einige Gastschüler zu begrüßen. „Oft kommt es auch vor, dass Geschwister von früheren Teilnehmern später ebenfalls Deutschland erleben möchten“, so Corban-Sagwitz. Die Gäste seien immer sehr zufrieden. „Tatsächlich kommen viele der Schüler aber auch mit bestimmten Erwartungen hierher und haben schon im Vorfeld ein sehr gutes Bild von Deutschland. Ein großer Teil würde nämlich gerne hierzulande studieren.“

Mehrere der Schüler sind sehr erfreut über die Gastfreundlichkeit, die sie erleben. Auch die Sauberkeit in Deutschland ist für einige ein großer Pluspunkt.

Von Philip Wolf