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Celle Stadt Interview mit Thomas Godoj vor Auftritt in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Interview mit Thomas Godoj vor Auftritt in Celle
18:58 17.01.2014
Von Christopher Menge
Thomas Godoj Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Wie hat sich dein Leben nach dem Sieg bei "Deutschland sucht den Superstar" verändert? Wie sind die vergangenen sechs Jahre verlaufen?

Positiv. Ich mache weiterhin meine Musik – so wie ich es mir vorstelle. Die Show ist ein Präsentierteller und war ein Sprungbrettchen für mich. Wichtig ist aber, dass man danach die Zügel wieder selbst in die Hand nimmt. Das gilt für alle Casting-Shows. Man darf sich keine Hoffnungen machen, dass man danach auf Händen getragen wird.

Warum kommt deine Art bei den Fans gut an?

Ich habe mich nie verstellt, bin offen und straight. Ich sage meine Meinung. Ich habe ja auch schon vor "DSDS" Musik gemacht und bin durch Deutschland getingelt, daher weiß ich, wie schwer das ist. Das muss man sich bewusst machen und von dem Geklüngel freimachen.

Was bekommst du für Reaktionen auf der Straße?

Viele Leute erkennen und grüßen einen. Man merkt auch, dass einige über einen reden. Es gibt aber auch Vorurteile. Ein Musiker von DSDS – das kann doch nichts sein.

Das sehen deine Celler Fans sicherlich anders. Nach deinem letzten Auftritt 2012 lobten sie dich als einen "Star zum Anfassen". Wie machst du das?

Ich sehe mich nicht als Star, sondern bin der Typ von nebenan. Ich mache schon 14 Jahre Musik und gehe auf die Leute zu. Schnacken ist voll wichtig. Das gehört zum Job, wenn man davon seinen Lebensunterhalt bestreiten will.

Was willst du mit deiner Musik transportieren?

Ich musste nach "DSDS" die Kurve nehmen – zurück zu den Wurzeln. In der Sendung war ich ja nur Interpret und habe gecoverte Songs gesungen. Ich will aber mit meiner eigenen Musik unterhalten und zeigen, wo ich herkomme.

Hast du deswegen auch von englischen auf deutsche Texte umgestellt?

Ich will mit meinen Texten etwas ausdrücken – Sachen, die mich beschäftigen. Und das kann ich besser in der Muttersprache. Außerdem mag ich deutsche Texte.

Werden die Celler auch neue Songs zu hören bekommen?

Ich schreibe gerade an meinem fünften Album. Ich singe die neuen Lieder aber erst, wenn sie wirklich stehen. In Celle werde ich einen Mix aus den letzten vier Alben spielen und eine gepflegte Rock´n´Roll- Show bieten.

Als Vorband spielt "derTo" aus Winsen. Inwiefern warst du bei der Auswahl eingebunden?

Es gab einige Bewerbungen. Wir haben uns dann dazu entschieden, einen Künstler aus Celle zu nehmen. Wir wollen das gerne unterstützen. Mir gefällt die grundehrliche Art, die in den Songs von "derTo" steckt.

Hattest du denn bei deinem letzten Auftritt in der CD-Kaserne die Möglichkeit, Celle kennenzulernen?

Leider nicht – ich habe nur das Hotel gesehen. Vielleicht klappt es dieses Mal.

Du engagierst dich auch sozial. Was liegt dir besonders am Herzen?

Als 2009 das Erdbeben in Haiti war, hat mich das sehr bedrückt. Ich habe dann das Symphonieorchester Recklinghausen angesprochen, ob wir ein Benefizkonzert machen wollen. Innerhalb von 48 Stunden stand alles. Es ist eine große Summe zusammengekommen. Kürzlich habe ich für ein Kinderheim bei mir in der Nähe gespendet. Die Kinder sind davon in den Urlaub gefahren. Ich will etwas zurückgeben.