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Celle Stadt Israels Ex-Botschafter Avi Primor in Celler Synagoge
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Israels Ex-Botschafter Avi Primor in Celler Synagoge
18:42 05.11.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Gemeinsam mit der Journalistin Christiane von Korff legt Primor in seinem Buch offen, was Antisemitismus heute ist – und was nicht. Er schildert seine eigenen Erfahrungen als Israeli und Jude, die er im „Land des Holocaust“ sammeln konnte. Primor sieht einen neuen Antisemitismus bei einem Teil der neuen Europäer oder Immigranten, die noch keine Europäer seien.

Ebenfalls in der Celler Synagoge findet am Dienstag, 9. November, ein Klavierkonzert mit Lesung aus fünf Zeitzeugenbiografien statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Matthias Horndasch aus Hannover ergänzt die Lesung mit seinem Klavierspiel, das klassisch wie jazzig die Erlebnisse einiger der letzten Zeitzeugen als jüdische Kinder und Jugendliche im „Dritten Reich“ musikalisch interpretiert. Bei den Zeitzeugen handelt es sich um Ruth Gröne, Gerd Landsberg, Nachum Rotenberg, Salomon Finkelstein und Edelgarde Reime.

Die Christlich-Jüdische Gesellschaft übergibt am kommenden Montag den autobiografischen Roman von Pinchas Blumenthal „Die gläserne Wand“ dem Gymnasium Ernestinum als Klassensatz zur Schullektüre. Der Roman ermittelt in beklemmender Weise, wie der Antisemitismus das Leben eines jungen Mannes prägte. Ernst Pinchas Blumenthal hat von 1915 bis 1930 in Burgdorf gelebt und von hier aus das Ernestinum in Celle besucht. Das Buch eigne sich für eine authentische Einführung in die NS-Zeit, hieß es.