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Celle Stadt Jens Heinrich Claassen kommt bei Celler Publikum an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jens Heinrich Claassen kommt bei Celler Publikum an
19:30 30.03.2015
Jens Heinrich Claassen spielte am Klavier – das Publikum sang mit. Sein Programm kam an. Quelle: Peter Bierschwale
Celle Stadt

Obwohl der Düsseldorfer Jens Claassen in Celle praktisch unbekannt ist, war der Zuschauerraum in Kunst & Bühne recht voll. Aufgewachsen sei er in Münster, meinte Claasen, als er sich dem Publikum vorstellte. Die Stadt Münster sei die einzige bewohnte Tatort-Kulisse Deutschlands. Dann wandte er sich seinem „Nerd-Thema“ zu, gab also den leicht weltfremden Computer-Freak, der große Probleme hat, zu Frauen Kontakt aufzunehmen.

Dass er so „fett“ sei, liege sicher auch an seiner Ernährung, aber gesundes Essen oder rein Vegetarisches sei nichts für ihn: „Stellen Sie sich bitte mal vor, wie das ist, wenn so ein Grünkernbratling – ja: G-r-ü-n-k-e-r-n-b-r-a-t-l-i-n-g! – in den Magen rutscht. Das muss doch für den Magen das sein, was für einen RTL2-Zuschauer ein Buch ist!“ Es heiße doch außerdem, dass die grasfressenden Kühe mit für das Ozonloch verantwortlich seien. Wenn also ein Vegetarier Grünzeug esse, müsse das ja die gleiche Wirkung haben: „Die Vegetarier pupsen uns die Welt kaputt!“

Claasens begleitete sich zu seinen Liedern am Klavier, und weil die Refrains recht eingängig waren, sang sie das Publikum oft begeistert mit. Der Comedian trat professionell auf und benötigte weder Noten noch Textblätter, was der Lebendigkeit des Auftritts guttat. Es gab allerdings eine Ausnahme: Bei dem bekannten „Ne me quitte pas“ stellte er sein iPhone vor sich auf das Klavier und las den Text vom Display ab – ein echter Nerd halt.

Von Peter Bierschwale