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Celle Stadt Jetzt aber ran an die Arbeit!
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jetzt aber ran an die Arbeit!
19:13 05.12.2018
Willi Dahmen klagt über Nachwuchsmangel in der Santa-Claus-Branche. Quelle: Hauke-Christian Dittrich
Celle

Er hat rosige Wangen und einen beeindruckenden weißen Rauschebart: Willi Dahmen (66) aus Celle ist seit fast 30 Jahren als Weihnachtsmann unterwegs. Ein Hauptarbeitstag ist der Nikolaustag, ein weiterer der 24. Dezember. Selbst gestaltet er den Heiligen Abend nach getaner Arbeit bescheiden: mit aufgewärmtem Essen. Seine langjährigen Erfahrungen als freundlicher Überbringer von Geschenken gibt der Rentner auch in Santa-Claus-Schulungen für angehende Weihnachtsmänner weiter.

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Nein, meine Frau und ich, wir schenken uns gar nichts gegenseitig. Am 24. Dezember habe ich den ganzen Tag Auftritte, meine Frau fährt mich. Spätabends wärmen wir dann die Gans auf, manchmal gibt es auch Ente. In den letzten Jahren werde ich vermehrt am 25. und 26. Dezember gebucht. Danach ist erst mal Pause. Dann liege ich auf dem Sofa und lasse alles Revue passieren.

Ist Weihnachtsmann ein Traumjob?

Für mich auf jeden Fall. Das schönste Geschenk ist, die Menschen glücklich zu machen. Auf den Weihnachtsmärkten stehen die Leute Schlange für ein gemeinsames Foto. Die häufigste Frage der Kinder ist: „Kommst du auch zu mir?“ Es gibt viele Familien, die für den Auftritt des Weihnachtsmannes sparen. Einmal bin ich bei einer solchen Familie mit sechs Kindern eingesprungen. Da gab es nur ein kleines Geschenk für jedes Kind, aber die haben so toll für mich gesungen und ihre Instrumente gespielt. Da kommen mir fast schon wieder die Tränen vor Rührung, wenn ich daran denke.

In Ihrem Team haben Sie mehr als 60 Kollegen im Alter von 25 bis 75 Jahren. Hat der Fachkräftemangel auch schon Ihre Branche erfasst?

Leider ja. Die älteren Kollegen hören auf. Junge Leute haben oft keinen Bock, sich zu verkleiden, herumzufahren und auch abends und am Wochenende aufzutreten. Ich könnte 30 bis 40 Weihnachtsmänner mehr gebrauchen, so viele Familien, Firmen und Weihnachtsmärkte fragen an. Das Problem haben auch andere Vermittler. Ich bin bis 2021 ausgebucht.

Sind die Kinder heute skeptischer als früher?

Das Wichtigste ist ein hochwertiges Kostüm, also nicht etwas aus dem Supermarkt und ein angeklebter Bart, wo man das Gummiband sieht. Am Garderobenständer in meinem Wohnzimmer hängen meine Kostüme, amerikanische mit Bommelmütze und langen Handschuhen und Gewänder des Heiligen Nikolaus mit Bischofsstab. Dafür habe ich einige tausend Euro ausgegeben, dafür kriegen Sie ein kleines Auto. Ich versuche alles nach alter Tradition zu machen. Nach meinen Auftritten höre ich oft, dass selbst Zwölfjährige wieder an den Weihnachtsmann glauben.

Zur Person

Willi Dahmen (66) war früher bei der Arbeitsagentur in Celle tätig, als Rentner ist er hauptberuflich Weihnachtsmann. Schon im Sommer beginnen die ersten Fotoshootings für die Werbung. An diesem Wochenende tritt er auf dem Celler Weihnachtsmarkt auf - als Schiedsrichter beim Eisstockschießen und gemeinsam mit einem Querflöte spielenden Engel.

Von Christina Sticht

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