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Celle Stadt „Bernd“ Höcke und das Grundgesetz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Bernd“ Höcke und das Grundgesetz
12:57 30.11.2018
Von Jürgen Poestges
Gernot Hassknecht mit zwei seiner Lieblings-Feinde: Horst Seehofer und sein „Schatten“ Andreas Scheuer, hier im Urlaub am Strand von Rimini. Quelle: David Borghoff
Celle

Er ist ein Mann der klaren Worte. Und Gernot Hassknecht, das Alter Ego von Hans-Joachim Heist, kommt in der ausverkauften Halle 10 in der CD-Kaserne am Donnerstagabend in seinem Programm „Jetzt wird’s persönlich“ sofort zur Sache. „Schön, dass ich da bin!“ Und dann legt er los, mal im lockeren Erzählstil, mal laut polternd, wie man ihn aus der „heute show“ im ZDF kennt. Dazu hat er viele kurze Einspielfilme mitgebracht.

Lieblingsgegner AfD:
Höcke und Gauland

Es geht um das Grundgesetz, das „grundsätzlich für jeden gilt, egal, wieviel Üs er im Namen hat“. Und er schimpft über seine Lieblingsgegner von der AfD. Besonders Bernd Höcke, der eigentlich Björn heißt. „Als der Olli Welke in der „heute show“ zum erstenmal Bernd gesagt hat, da hat er beim Sender angerufen und sich beschwert. Das hätte er besser nicht gemacht“, sagt Hassknecht lachend.

Und startet ein Zitate-Quiz: „Wer hat’s gesagt: Hitler oder Höcke?“ Die Besucher liegen nur beim letzten Zitat falsch, in dem über Juden gelästert wurde. Die Mehrheit tippt auf Hitler, allerdings stammt dieser Satz von Martin Luther.

Auch Alexander Gauland bekommt sein Fett weg. „Der sieht immer so aus, als ob der den Mundgeruch erfunden hätte.“ Und man dürfe nicht zulassen, dass jemand mit so einer Einstellung in Deutschland zu viel Macht bekäme.

Über Krankenkassen
und Donald Trump

Hassknecht streift über knapp zweieinhalb Stunden durch die Welt der Politik, des Koch-Wahns, der Krankenkassen und der Altersversorgung. Er outet sich als ein Mensch, der es mag, wenn Politiker zurücktreten. „Besonders, wenn sie es eigentlich gar nicht wollen.“ Er lästert per Einspielung über Donald Trump, liest auch seinen Brief an den amerikanischen Präsidenten vor. „Ich habe gedacht, der wird sich schon irgendwann mal wieder beruhigen. Ich habe mich noch nie so getäuscht, außer bei meiner Hochzeit“, verkündet er unter dem Jubel des Publikums.

Offener Brief
an Jens Spahn

Er bedauert die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, weil sie eben auch mit einem Messer im Rücken und Blut im Urin erst in drei Monaten einen Arzttermin bekommen. Was ihn dazu bewegt hat, einen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn zu schreiben. „Den Posten kriegt immer der, den die Merkel am wenigsten leiden kann!“ Und Hassknecht fügt dem Brief gleich eine Zahnarztrechnung bei.

Hassknecht erinnert an die Zeiten, als es noch fünf Prozent Zinsen für Guthaben auf einem Sparbuch gab. „Das darf man der Jugend heute gar nicht erzählen, die meinen sonst, man wäre dement.“ Es habe auch einmal eine Zeit gegeben, da habe man zu seiner Frau sagen können, jetzt halte mal die Klappe, ich hatte einen anstrengenden Tag. „Die Jungs glauben gar nicht, das man einer Frau auch widersprechen kann!“ Und dann sei man(n) ins Wohnzmmer gegangen und habe sich eine Zigarre angezündet. „Drinnen!“

Es war ein unterhaltsamer Abend, den Hassknecht mit einem Zitat des legendären Werner Finck beendete. „Ein Künstler ist immer so gut wie sein Publikum. Und Sie waren heute hervorragend.“

Viele neue Buden, Attraktionen und Lichtershows warten darauf die Besucher zu überraschen. Denn dieses Jahr ist alles etwas anders.

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