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Celle Stadt Jörg Bode - bodenständig und fleißig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jörg Bode - bodenständig und fleißig
18:22 10.02.2012
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) im Landtag in Hannover. Quelle: Holger Hollemann
Celle Stadt

Bode wirkt älter als er tatsächlich ist. Mit seiner Frau, Sohn Bennet Ole (6) und einem Hund wohnt der 38-Jährige in Celle. Dort ist er geboren, fest verwurzelt und hat als FDP-Kreisvorsitzender den Grundstein für seine Karriere gelegt. Im Jahr 2003 zog der Politiker, der seit 20 Jahren der FDP angehört, in den Landtag in Hannover ein. Zwei Jahre später wurde er Parlamentarischer Geschäftsführer. Bislang engagierte sich Bode vor allem in der Innen- und Haushaltspolitik.

Weggefährten im Parlament sagen über Bode, er habe im Laufe der Jahre deutlich an Profil gewonnen und auch als Redner dazugewonnen. Seinen Führungsstil beschreibt Bode selbst als "kooperativ". Er versuche stets, alle Meinungen einzubeziehen. Der Liberale ist im Gegensatz zu CDU-Fraktionschef David McAllister kein Mann der lauten Töne, sondern eher ein ruhiger, besonnener Typ. Mit scharfen Attacken ist er im Landtag bislang jedenfalls nicht aufgefallen. Bereits sein Vater Dieter war Mitglied in der FDP und stellvertretender Bürgermeister in Hambühren. Bode ist bekennender Schlagerfan und Anhänger der Fußball-Bundesligisten Hannover 96 und Bayern München.

In Celle setzte sich Bode bisher vor allem für den Bau der Ostumgehung und den Aufstieg zum Universitätsstandort ein. Letzteres würde mehr junge Leute in die Allerstadt ziehen und die Innenstadt beleben, so der Liberale. Weiterhin bemüht sich Bode um die Verlängerung der Autobahn 27 über das Walsroder Dreieick hinaus in Richtung Osten. Eine solche Autobahn würde mitten durch den Landkreis Celle verlaufen.

Dass Bode und seine Partei, die Liberalen, es faustdick hinter den Ohren haben, bewiesen sie vor acht Jahren. Bode schaffte es 2001 nicht, aus eigener Kraft in den Celler Kreistag gewählt zu werden. Dass der damals 30-Jährige dann doch hineinkam und sogar den Vorsitz des Finanzausschusses für die FDP übernehmen konnte, verdankt er nicht weniger als elf liberalen Nachrückern, die zuvor zugunsten von Bode auf ihr Mandat verzichteten. Von nur "ein bisschen Taktik" bis hin zu "Mordssauerei" reichten seinerzeit die Kommentare.

Von CZ-Archiv