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Celle Stadt Jugendstück "Nina und Paul" überzeugt Publikum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jugendstück "Nina und Paul" überzeugt Publikum
10:00 24.11.2018
Zora Fröhlich und Niklas Hugendick bezauberten sowohl junge als auch ältere Zuschauer mit ihrem anrührend-überzeugenden Spiel. Quelle: Hubertus Blume
Celle

Die Premiere hat das aktuelle Kinder- und Jugendstück „Nina und Paul“ am Schlosstheater mit Bravour gemeistert – und das unter „verschärften“ Bedingungen: Zum einen saß eine ganze Schulklasse im Publikum, die das Buch vor dem Stück schon gelesen hatte und auf Vergleich aus war, zum anderen war der Autor höchstpersönlich anwesend. Die beiden Darsteller, Zora Fröhlich und Niklas Hugendick, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und bezauberten sowohl junge als auch ältere Zuschauer mit ihrem anrührend-überzeugenden Spiel und vielen Schmetterlingen im Bauch.

„Weißt du noch, damals …“ beginnt das Stück mit einem kurzen Rückblick auf die ehemalige Schulzeit von Nina und Paul. Ein Klassentreffen nach wie vielen Jahren? Man erfährt es nicht. Aber es erweckt Erinnerungen bei den Erwachsenen, die so eingestimmt den „Rest“ der Geschichte mit süßer Wehmut verfolgen. Für die Kids im Saal geht es „richtig“ erst am Tag der Zeugnisvergabe – letzte Schulstunde – los. Die schrullige Lehrerin plagt die Kinder noch mit Reimwörtern. Und da passiert´s, Paul, ganz vertieft in Ninas Anblick, rutscht „kalt – verknallt“ raus. Die verräterische Röte der Wangen und das Gekicher der Mitschüler. Oh Mann, peinlich – oder nicht? Nina aber findet´s nett und nimmt Paul für ein paar Stunden mehr mit nach Hause.

Regisseurin ist wunderbare Inszenierung gelungen

Vom ersten Moment an gelingt Zora Fröhlich und Niklas Hugendick dieser Transfer in das letzte Stück Kindsein. Ohne Mühe und vollkommen nachvollziehbar wechseln sie als Protagonisten zwischen dem, was sie sagen und tun, und dem, was jeder für sich denkt. So weiß der Zuschauer stets einiges mehr, als die beiden voneinander erfahren. Ihnen bleibt oft nur die Deutung der „Augensprache“ oder des Bauchgefühls – und das spielt ja die ganze Zeit über verrückt. So ist das mit dem ersten Mal verliebt sein, den ratlosen Momenten voller „Soll ich oder lass ich's?“ und „Was erwartet und denkt wohl der andere?".

Regisseurin Daniela Urban ist eine wirklich wunderbar pure Inszenierung gelungen. Ein Lob, dass Autor Thilo Reffert nur unterstreichen mag. „Es hat mich sehr beeindruckt, mit wie wenig Tamtam die beiden Schauspieler die Geschichte nicht nur spielen, sondern auch mit Leben und Gefühlen erfüllen, auf das Wesentliche beschränkt, ohne dass etwas fehlt. Bisher die beste Umsetzung des Skripts, die ich gesehen habe.“ Auch das Publikum sparte nicht mit enthusiastischem Beifall – es gab sogar die gewünschte Zugabe. Was könnte man sich mehr wünschen. Ein Stück über aufkeimende Verliebtheit ohne falsches Pathos – unbedingt empfehlenswert für die Altersgruppe ab zehn Jahre – da kann man auch schon mal alleine mit der besten Freundin oder dem guten Kumpel hin.

Von Doris Hennies

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