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Celle Stadt Jugendwerkstatt kann weiter arbeiten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jugendwerkstatt kann weiter arbeiten
14:08 20.09.2013
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Die Jugendwerkstatt bereitet junge Arbeitslose auf das Berufsleben vor. Die Teilnehmer sind zwischen 17 und 25 Jahre alt – viele von ihnen ohne Schulabschluss oder mit einem schlechten Hauptschulabschluss. Während ihrer Tätigkeiten in der Tischlerei und im Garten- und Landschaftsbau in Altenhagen sowie im „Café Frau Amboss" sollen die jungen Leute Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit erlangen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Das Projekt finanziert sich aus mehreren Töpfen. Einer davon ist der städtische. Dieser Kooperationsvertrag läuft zum Jahresende aus und soll nach dem einstimmigen Votum des Jugendhilfeausschusses nun bis zum 30. Juni 2015 verlängert werden – unter Einbeziehung der bisherigen Anteilsfinanzierungen. So läge die maximale Förderung im kommenden Jahr bei 155.000 Euro und in 2015 bei 77.500 Euro.

Nach dem Vertrag trägt die Stadt die notwendigen Sachkosten, die nicht von der Arbeitsagentur und vom Land Niedersachsen beziehungsweise aus EU-Mitteln übernommen werden. So betrug im vergangenen Jahr der städtische Zuschuss für die Werkstatt und das "Café Frau Amboss" 62.458 Euro. Der Rest verrechnete die Jugendwerkstatt direkt mit der Arbeitsagentur sowie der NBank.

Im Zuge des Auslaufens der Ziel-1-Förderung verringt sich allerdings der Zuschuss durch die NBank im kommenden Jahr von 75 auf 50 Prozent. Wie die Verwaltung mitteilte, will aber die NBank die 75-Prozent-Förderung bis zu einem Maximalbetrag von 165.000 Euro jährlich bis Mitte 2015 aufrecht erhalten. Bei gleich bleibender Förderung durch die Arbeitsagentur kalkuliert die Jugendwerkstatt so für 2014 einen städtischen Zuschuss von 64.116 Euro.

Inga Marks (SPD) würdigte die Arbeit der Jugendwerkstatt. "Sie erfüllt einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag", sagte sie. Das seit 1996 bestehende Projekt hat jährlich rund 55 Teilnehmer. Gut die Hälfte wird in weitergehende Maßnahmen wie das Pro-Aktiv-Center (Pace) vermittelt.