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Celle Stadt Junge Forscherinnen untersuchen Auswirkungen von Kohlendioxid
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Junge Forscherinnen untersuchen Auswirkungen von Kohlendioxid
15:41 16.03.2012
Von Christopher Menge
Mit diesem Projekt starten die Sch¸ler beim Landesentscheid Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Welche Auswirkungen haben hohe Kohlendioxid-Konzentrationen (CO2) auf Löwenzahn und auf ihre Konsumenten? Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen des Hölty-Gymnasiums Francesca Bongiovanni, Johanna Menke und Luisa Schlaberg in den vergangenen drei Jahren beschäftigt. Am Montag vertreten die Neuntklässlerinnen die Region Celle beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ an der Technischen Universität in Clausthal. Ebenfalls dabei sind Julia Bienert, Lucas Jürgens, Kai-Uwe Hollborn, Josephin Elisabeth Fender und Trisha Schwertel vom Christian Gymnasiums in Hermannsburg.

Über eine Unterrichtseinheit zur Photosynthese im Fach Biologie ist bei den drei Hölty-Schülerinnen das Interesse an ihrem Projekt entstanden. „Das ist ja auch ein Thema in der Gesellschaft, wie sich Kohlenstoffdioxid auf die Pflanzen und Konsumenten auswirkt“, erklärt Francesca. In der ersten Versuchsreihe wurden die Auswirkungen von CO2 auf Löwenzahn untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig. Mehr Kohlenstoffdioxid bedeutete auch mehr Chlorophyll, größere Pflanzen und eine höhere Keimungsrate.

Dafür trafen sich die Nachwuchs-Biologin mit ihrem betreuenden Lehrer Volker Bunke mindestens einmal in der Woche an einem Nachmittag und in den Ferien. „Es hat Spaß gemacht zu forschen“, sagen die drei Schülerinnen, die auch nach dem Abitur in den Bereich Biotechnik oder in die Pflanzenforschung gehen wollen.

Im zweiten Schritt der Versuchsreihe wurden die Konsumenten des Löwenzahns, Gehäuse- und Nacktschneken, beobachtet. Jeweils acht bis zehn Schnecken gehörten einer Gruppe an, die in einem Behälter mit normal gewachsenen beziehungsweise in eines mit CO2 belasteten Löwenzahn lebten. „Unsere Hypothese war, dass die Pflanzen mit der hohen CO2-Konzentration sich positiv auf die Schnecken auswirken“, erklärt Francesca, „Durch eine höhere Photosynthese entsteht mehr Biomasse und Zucker und die Schnecken nehmen an Gewicht zu.“

Doch die kleinen Tierchen machten den Nachwuchsforscherinnen einen Strich durch die Rechnung. Von den Nacktschnecken verschwanden einige, so dass die Schülerinnen keine genauen Ergebnisse herausfinden konnten. Bei den Gehäuseschnecken ergab sich das Problem, dass sich die Punkte zur Markierung lösten. „So konnten wir keine eindeutigen Ergebnisse bekommen, es waren aber auch keine wirklichen Unterschiede zu erkennen“, vermutet Luisa vage, dass sich das Kohlendioxid nicht auf das Gewicht der Schnecken ausgewirkt habe.

Nach dem Landesfinale wollen sich die Schülerinnen einem neuen Bio-Projekt widmen. Aber erst einmal freuen sie sich auf die Landesausscheidung. „Eine gute Gelegenheit, sich weiterzubilden“, sagt Francesca.